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Nationalparkverwaltung feilt an Lösung, um akute Felssturzgefahr in den Schwedenlöchern bei Rathen zu bannen

Nationalparkverwaltung feilt an Lösung, um akute Felssturzgefahr in den Schwedenlöchern bei Rathen zu bannen

Die Schwedenlöcher sind immer noch gesperrt. Ein Termin, wann die bei Wanderern beliebte Strecke zwischen Amselgrund und Bastei wieder begehbar ist, steht noch nicht fest.

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Seit Februar ist der Zugang zu den Schwedenlöchern zwischen Amselgrund und Bastei gesperrt. Bis Ende des Jahres sollen die Absperrbänder aber verschwunden sein.

Quelle: Archiv

Die Nationalparkverwaltung hat aber ein Ziel. "Noch in diesem Jahr wollen wir den Weg wieder eröffnen", sagt Nationalparkchef Dietrich Butter. Eine Lösung, wie die Gefahr in der Felsschlucht gebannt werden kann, ist bereits gefunden.

Anfang Februar dieses Jahres riegelte die Nationalparkverwaltung die Schwedenlöcher ab, weil die akute Gefahr eines Felssturzes besteht. Ein Felspfeiler weist mehrere Risse auf und droht abzustürzen. Die Bedrohung kam nach einer genaueren Untersuchung des unwegsamen Geländes ans Licht. Im vergangenen Jahr kam es auf der Wanderroute, die jährlich zwischen 120 000 und 140 000 Menschen nutzen, bereits zu einem Felssturz. Sieben Wanderer wurden leicht verletzt. Nach dem Vorfall ließ die Nationalparkverwaltung die Felsen genauer unter die Lupe nehmen. Ein Gutachten eines Ingenieurbüros für Geotechnik aus Freiberg empfahl Anfang des Jahres die sofortige Sperrung des Weges.

Seither gab es zahlreiche Überlegungen in der Nationalparkverwaltung, wie die Gefahr gebannt werden kann. Komplett ausgeschlossen ist eine Sprengung. "Einen Felsen zum Einsturz zu bringen, ist ein Verbotstatbestand im Nationalpark", informiert Butter. Er und seine Verwaltung stehen nicht über dem Recht und müssen sich an die Gesetze halten.

Eine andere Option wäre die dauerhafte Sperrung. Dies würde mit dem Grundgedanken des Nationalparks - die Natur, Natur sein zu lassen - im Einklang stehen. Allerdings seien die Schwedenlöcher ein Wanderweg mit langer Tradition. "Eine dauerhafte Sperrung wird auf keine Akzeptanz stoßen", so Butter. Schon jetzt trotzen Wanderer dem Verbot und gehen durch die Schlucht. Andere Ideen, wie die Gefahr beseitigt werden kann, reichten von einer Verankerung der Felspartie mit Stahlseilen bis zum Anbringen von Sicherungs- und Fangnetzen.

Die Nationalparkverwaltung hat nun einen Kompromiss zwischen einer Art Sprengung und Absicherung ins Auge gefasst. Ein Teil des Felsblocks soll kontrolliert zum Absturz gebracht, der andere so abgesichert werden, dass wieder Menschen gefahrlos den Abschnitt darunter passieren können. Derzeit verhandelt die Nationalparkverwaltung mit einem Unternehmen, wie dies genau vonstatten gehen kann und vor allem darüber, was es kosten soll. Aufgrund der derzeit laufenden Preisverhandlungen, hält sich Butter zu detaillierteren Angaben bedeckt. Nur eines ließ er sich noch entlocken. Im Herbst sollen die Arbeiten in den Schwedenlöchern beginnen. Die erhielten ihren Namen nach dem Dreißigjährigen Krieg, als sich dort Einwohner benachbarter Orte mit ihrer Habe vor den Schweden versteckten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 03.08.2013

Silvio Kuhnert

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