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Napoleon-Inschrift entdeckt - Französischer Kaiser in einem Felsblock am Lilienstein namentlich erwähnt

Napoleon-Inschrift entdeckt - Französischer Kaiser in einem Felsblock am Lilienstein namentlich erwähnt

Einen besonderen Fund zum Napoleon-Jahr kann die Höhlenforschergruppe Dresden beitragen. An der Westseite des Liliensteins entdeckten zwei Mitglieder dieses ehrenamtlichen Forschungskreises eine sensationelle Inschrift.

Lilienstein/Pirna.

In einen Felsblock ist "Napoleon 1813" gemeißelt. "Es ist die bisher einzige Felsinschrift des Elbsandsteingebirges, welche Napoleon direkt benennt", berichtet Roland H. Winkelhöfer, der 1962 mit Freunden die geologisch-heimatkundlich interessierte Gemeinschaft gründete.

Die Höhlenforscher sind bei ihren Erkundungen im Elbsandsteingebirge schon mehrmals auf Inschriften gestoßen. Während des Befreiungskrieges vor 200 Jahren suchte die Bevölkerung Zuflucht in Höhlen. Die dort entdeckten Felsinschriften bezogen sich allerdings wie etwa "Franzosen Krieg 1813" allgemein auf jenes Jahr. Die direkte Erwähnung des Namens des französischen Feldherrn und Kaisers ist bisher nur für jenen Fels an der Westseite des Liliensteins belegt. Wer das Graffito lesen möchte, muss genau hinsehen. "Die neu gefundene Felsinschrift ist der Verwitterung seit 200 Jahren besonders intensiv ausgesetzt. Man muss unter den gegebenen Umständen dafür etwa zwei Millimeter Felsabtrag ansetzen", informiert Winkelhöfer. Offenbar wurde die Beschriftung mit Hammer und Spitzmeißel in den Sandstein geschlagen.

Vor 200 Jahren war Sachsen Hauptschauplatz der antinapoleonischen Befreiungskriege. Auch in der Sächsischen Schweiz hinterließen die französischen Truppen ihre Spuren. Am 20. Juli 1813 besuchte zum Beispiel Napoleon die Festung Königstein. Bei seinem Rundgang auf dem Felsplateau interessierte sich der Kriegsherr vor allem für die auf der anderen Elbseite befindliche Ebenheit am Fuße des Liliensteins. Dort ließ er Befestigungsanlagen zur Absicherung der beiden über die Elbe geschlagenen Schiffbrücken errichten.

Im August 1813 spitzten sich die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen der antinapoleonischen Allianz und den Franzosen zu. "Das Kampfgebiet hatte sich von Schlesien nach Sachsen, also in unsere unmittelbare Umgebung, verlagert", berichtet der Pirnaer Klaus Hensel. Am 26. August 1813 setzten Truppen des Korps Vandamme in Königstein über, um der bei Dresden kämpfenden Hauptarmee der Alliierten den Rückzug abzuschneiden. "Um aus Sicht der Verbündeten dieser Gefahr zu begegnen, erhielt Herzog Eugen von Württemberg den Befehl, mit seinen russischen Truppen auf der Höhe zwischen Struppen und Krietzschwitz die zahlenmäßig überlegenen Franzosen in ein Aufhaltegefecht zu zwingen", so Hensel weiter. Der Vormarsch der Franzosen wurde in heftigen Kämpfen gebremst, die Hauptarmee der Alliierten konnte sich neu sammeln und das französische Korps in der Schlacht bei Kulm am 30. August vernichtend schlagen.

iAm Montag, 26. August, 18 Uhr, findet am Denkmal in Krietzschwitz an der B172, Abzweig nach Struppen, ein kurzes Gedenken statt. Anschließend, ab 19 Uhr, gibt es im Festsaal von Schloss Struppen (oberhalb der Kirche) einen Vortrag unter dem Thema "26. August 1813 - die Kämpfe bei Krietzschwitz". Der Eintritt ist frei.

Mittwoch, 25. September 2013, 18 Uhr, Kreistagssaal im Landratsamt Pirna, Vortrag zum Thema: "Als Napoleons Ende nahte - die militärischen Ereignisse in der Pirnaer Region im Herbst 1813 und ihre Folgen für die Zivilbevölkerung"

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 09.08.2013

Silvio Kuhnert

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