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Nach tödlichem Unfall auf der Elbe: Wasserschutzpolizei ermittelt

Polizei warnt Stand-Up-Paddler Nach tödlichem Unfall auf der Elbe: Wasserschutzpolizei ermittelt

Ermittler der Wasserschutzpolizei untersuchen derzeit, wie es zu dem tödlichen Unfall eines Stand-Up-Paddlers auf der Elbe in Kurort Rathen kommen konnte. Die Ermittler wollen Ursache und Hergang ergründen und möglichst bis ins Detail klären, wie es dazu kommen konnte.

Vergeblich kämpften Rettungskräfte am Sonntag um das Leben des 50-jährigen Dresdner Stand-Up-Paddlers.

Quelle: Daniel Förster

Kurort Rathen/Dresden. Ermittler der Wasserschutzpolizei untersuchen derzeit, wie es zu dem tödlichen Unfall eines Stand-Up-Paddlers auf der Elbe in Kurort Rathen kommen konnte (DNN berichteten). Die Ermittler wollen Ursache und Hergang ergründen und möglichst bis ins Detail klären, wie es dazu kommen konnte. „Alles, was in Betracht kommen kann, wird beleuchtet“, sagt Daniel Adner, Sprecher der Bereitschaftspolizei Sachsen, zu der auch die Wasserschutzpolizei gehört.

Untersucht würde beispielsweise, welche Erfahrungen der Mann mit dem Stand-Up-Paddeln hatte, ob seine Ausrüstung in Ordnung war, ob er gesundheitliche Probleme hatte und ob das Sicherungsseil an seinem Brett zu beanstanden gewesen sei. Bis die Beamten zu einem abschließenden Ergebnis kämen, müssten noch zahlreiche Augenzeugen gehört werden, so Adner. Ob der Verstorbene obduziert wird, war gestern noch nicht klar.

Stand-Up-Paddeln liegt im Trend. Auf dem Stausee Cossebaude beispielsweise lernen Interessierte, stehend auf einem Brett ähnlich einem Surfbrett, über das Wasser zu gleiten. Die Elbe jedoch ist ein Fließgewässer und eine viel befahrene Bundeswasserstraße. Dürfen Stehpaddler auch auf der Elbe unterwegs sein? „Im Grundsatz darf jeder am Wasserverkehr teilnehmen, muss sich aber natürlich an die geltenden Vorschriften halten“, betont Rüdiger Steffen, Leiter der Wasserschutzpolizei Sachsen. Lenker von Wasserfahrzeugen, egal ob es sich um Sportboote, Kanus oder Schlauchboote handelt, sollten sich von Fahrwasser- und Markierungstonnen, Bojen und Brückenpfeilern fernhalten. „Durch die Strömung entstehen dort Strudel und Verwirbelungen, und es besteht die Gefahr, in den Sog zu geraten“, so Steffen.

Eine besondere Gefahr lauert an Gierseilfähren, die die Kraft der Strömung zum Übersetzen nutzen. „Generell gilt: Überquert die Fähre den Fluss, müssen andere Wasserfahrzeuge warten“, erklärt Steffen. Das Längsseil der Fähre in Rathen sei mit gelben Bojen markiert. Lege die Personenfähre ab und bewege sich ans andere Ufer, sei die Wasserstraße gesperrt. „Niemand darf über das Gierseil fahren, das dicht unter der Wasseroberfläche liegt“, so der Leiter der Wasserschutzpolizei. Sei die Fähre wieder an der Liegestelle, könne der Fährweg passiert werden. „Dass Wasserfahrzeuge sich von Fracht- und Fahrgastschiffen fernhalten sollten, versteht sich von selbst“, fügt Steffen hinzu. Die Deutsche Leben-Rettungsgesellschaft empfiehlt, die Fahrrinne der Elbe zu meiden und grundsätzlich Schwimmwesten zu tragen.

Von Daniel Förster

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