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Nach mieser Erdbeer- und Kirschernte erwarten Obstbauern gute Erträge bei Pflaumen und Äpfeln

Nach mieser Erdbeer- und Kirschernte erwarten Obstbauern gute Erträge bei Pflaumen und Äpfeln

Pflaumen und Äpfel hängen so dicht, dass sich die Äste biegen. Nach einer miserablen Erdbeer- und Kirschsaison schaut Bauer Frank Schiebel zuversichtlich auf die noch anstehenden Obsternten.

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Obstbauer Frank Schiebel begutachtet seine Pflaumen der Sorte "Cacaks" auf der Plantage bei Falkenhain.

Quelle: Silvio Kuhnert

"Ordentliche Qualität", befindet der Geschäftsführer der Obstscheune Krietzschwitz bei einem prüfenden Blick auf "Cacaks Frühe". Die Ernte der Pflaumensorte ist in vollem Gange. Nur noch rund 50 Bäume hängen auf der Plantage bei Falkenhain voll mit blauen Früchten. Wenn die Sonne lacht, werden sie gestern und heute geerntet und am Wochenende in der Obstscheune im Pirnaer Ortsteil Krietzschwitz verkauft.

Mit dem Pflückeinsatz ist die Pflaumenernte noch lange nicht beendet. "Cacaks Beste" haben auf den ersten Blick bereits eine gute Färbung. "Sie sind noch grünlich", sagt Schiebel und bricht als Beweis die Frucht in zwei Hälften. Bis zur Genussreife müssen sie noch 14 Tage Sonne tanken. Unmittelbar daneben steht Schiebels ganzer Stolz. Große alte Pflaumenbäume reihen sich dicht aneinander. "Hier sind Massen drauf", so Schiebel. Jedoch sind die Früchte noch grün und der Obstexperte räumt mit mancher Reklame auf. "Was es jetzt in den Geschäften gibt, ist nicht die Deutsche Hauspflaume", betont er. Denn wie auf seinen Bäumen benötigt das begehrte Steinobst noch reichlich drei bis vier Wochen bis zur vollen Reife. Erst im September rücken die Erntehelfer an. Bis zu 60 Saisonkräfte sind bei der Obstscheune registriert. Je nach Bedarf und Zeit sind sie ab 5 Uhr in der Frühe auf der insgesamt 30 Hektar großen Anbaufläche unterwegs.

Auf zwei Hektar wachsen Pflaumen. Zwischen 10 und 15 Tonnen landen jedes Jahr erst im Korb und dann je zur Hälfte im Verkauf in der Obstscheune an der B 172 und im Fruchthof in Dresden. Während die Pflaumen in den vergangenen drei Jahren mit guten Erträgen nicht geizten, ließen die Erdbeeren und Kirschen die Obstbauern dieses Jahr im Stich. Für erstere war es einfach zu nass. Für die geringe Anzahl an Kirschen hat Schiebel auch keine rechte Erklärung. "Blüten waren da, aber mit der Befruchtung hat es nicht geklappt", berichtet er. Statt 20 Tonnen wie in den Vorjahren holten die Erntehelfer nur zwei Tonnen von den Bäumen. "Das ist schade, aber wir können es nicht beeinflussen", meint Schiebel.

Der Obstbauer schaut nun genau auf jede dicke, graue Wolke. "Unser größter Feind ist der Hagel", sagt er, als er in der Apfelplantage steht. Die eisigen Körner würden das Fruchtfleisch und die Schale des voll im Reifen befindlichen Kernobstes beschädigen und die Haltbarkeit mindern. Vor 14 Tagen begann das Pflücken der frühen Sorten. Am Ende der Saison werden rund 400 Tonnen zusammenkommen, die als ganze Frucht, als Saft aus acht verschiedenen Keltereien und als Obstler in Krietzschwitz zum Verkauf stehen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 22.08.2013

Silvio Kuhnert

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