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Nach drei Jahren Pause lässt sich beim Bauherrenpreis wieder aus den Vollen schöpfen

Gute Beteiligung bei Radebeuler Prestigepreis Nach drei Jahren Pause lässt sich beim Bauherrenpreis wieder aus den Vollen schöpfen

20 Einsendungen, darunter zwei Vorschläge von der Stadt und eine von Stadttochter WSR – so sehen die Kandidaten für den Bauherrenpreis 2016 aus. Damit haben sich rein statistisch gesehen die drei Jahre Wartezeit seit der letzten Verleihung gelohnt.

Einst ein trostloser Parkplatz, jetzt ein vor allem in den warmen Monaten sehr beliebter Spielplatz: Der Robert-Werner-Platz in Radebeul-Ost.
 

Quelle: Uwe Hofmann

Radebeul.  20 Einsendungen, darunter zwei Vorschläge von der Stadt und eine von Stadttochter WSR – so sehen die Kandidaten für den Bauherrenpreis 2016 aus. Damit haben sich rein statistisch gesehen die drei Jahre Wartezeit seit der letzten Verleihung der vom Verein für Denkmalpflege und neues Bauen und der Stadt vergebenen Auszeichnung schon gelohnt. 2013 konnten Jury und Publikum nur unter neun Einsendungen wählen. Bis 2011 wurde der renommierte Bauherrenpreis noch jedes Jahr vergeben, wegen sinkender Vorschläge in entsprechender Qualität entschied man sich 2011 zunächst für ein Jahr Pause bis 2013, dann für einen Drei-Jahres-Rhythmus.

Ob sich der neue Turnus auch qualitativ lohnt, davon kann sich jeder selbst ein Bild machen. Bis Donnerstag sind alle Vorschläge in einer Ausstellung in der Sparkassenfiliale in Radebeul-Ost zu sehen. Ab dem 29. Oktober wechselt die Schau in die Sparkassenfiliale Kötzschenbroda, wo am 4. November, 19.30 Uhr, während einer Festveranstaltung die Bauherrenpreise vergeben werden. Die Jury habe Preisträger in allen drei Kategorien, also neues Bauen, Freiflächengestaltung und Denkmalsanierung, gefunden, sagt Jens Baumann, der Vorsitzende des Denkmalvereins. Stimmenabgaben für den Publikumspreisträger sind bis kurz vor Beginn der Festveranstaltung möglich.

Ein Ausstellungsbesuch macht vor allem eines deutlich: Der Bauherrenpreis ist von einer jährlichen Leistungsschau der Architekten und Bauingenieure zu einer Art Rückschau geworden, was sich in den letzten Jahren in Radebeul so alles verändert hat. Das macht größere Linien der Stadtentwicklung erkennbar. So ist das Dichterviertel, einst das mit einem Volumen von rund 50 Millionen Euro größte Siedlungsvorhaben im Landkreis Meißen, in dem Bauleute inzwischen nur noch selten gesehen werden, durch zwei Vorschläge vertreten. Man könnte auch sagen: lediglich zwei, wenn man die Größe des Gebiets zum Maßstab nimmt. Zum einen bewirbt sich die Wohnungsgesellschaft Lößnitz mit sieben Mehrfamilienhäusern „Am Dichterviertel“ um eine Auszeichnung, zum anderen das Ehepaar Nicole und Ronny Malz mit ihrem Neubau an der Clemens-Brentano-Straße, einer ihrer Meinung nach „mediterranen und dennoch ortstypischen Stadtvilla“.

Für die Kämmerei besonders erfreulich: Unter den Preisvorschlägen sind auch zwei Firmensitze von neu angesiedelten Unternehmen. Zum einen die LTB Leitungsbau GmbH, die aus Dresden ins Gewerbegebiet Naundorf gewechselt ist, zum anderen die Gesellschaft für Statistik im Gesundheitswesen, die 2014 in einen sehr durchdachten Neubau an der Meißner Straße gezogen ist.

Die Stadt selbst will zwei ihrer Vorhaben in Radebeul-Ost gewürdigt sehen. Einmal den Robert-Werner-Platz, der sich 2013 vom unscheinbaren Parkplatz zu einer gut angenommenen Spielfläche gemausert hat. Außerdem gehört die Alte Polizeiwache hinter dem Historischen Rathaus zu den Vorschlägen. Das Gebäude wurde von Anbauten befreit und beherbergt nun unter anderem ein Blockheizkraftwerk, das das gesamte Rathausareal mit Wärme versorgt.

Interessante Vorschläge von privaten Bauleuten kommen aus Naundorf, wo ein 1905 erbauter und nach Nutzung als Weinausschank, Schuster-, Elektrowaren- und Textilfachgeschäft genutzter Pavillon seit vergangenem Sommer als „Naundorfer Weinstube“ firmiert. In Wahnsdorf hat Familie Hanel ihr Naturstammhaus samt Garten vorgeschlagen. Und auch das durch eine Gasexplosion 2013 zerstörte Gebäude am Huhlbergweg ist nach Umbau zum schmucken Doppelhaus einer der Kandidaten.

Von Uwe Hofmann

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