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Nach der Juniflut: Halbzeit bei der Gebäudesanierung - Schaden von 54 Millionen Euro

Nach der Juniflut: Halbzeit bei der Gebäudesanierung - Schaden von 54 Millionen Euro

Das nennt man Arbeitsteilung: Der vierjährige Sebastian füllt den gelben Plaste-Eimer randvoll mit Sand, damit in ihn sein Zwillingsbruder Maximilian anschließend bunte Sandförmchen versenken kann.

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Die Kinder der Kita Sonnenschein zeigten Meißens Oberbürgermeister Olaf Raschke die neuen Außenanlagen.

Quelle: Katrin Richter

Die beiden Knirpse gehören zu den 107 Kindern aus der Meißner Kita Sonnenschein, die jetzt ihre sanierte Außenanlage mit neuem Sandkasten, Sprungnetz und Swimmingpool in Besitz nehmen konnten. "Die Freianlage stand während des Junihochwassers mehrere Tage lang komplett unter Wasser", berichtet Meißens Oberbürgermeister Olaf Raschke (parteilos) beim Rundgang über den unmittelbar an der Elbe gelegenen Kindergarten. Den Schaden im bereits wieder sanierten Haus und auf dem Hof beziffert er auf insgesamt 465 000 Euro.

Die Kita Sonnenschein gehört mit ihrer Außenanlage zu den letzten städtischen Bildungseinrichtungen, die nach dem verheerenden Hochwasser auf die Sanierung warten mussten. "Schulen und Kindertagesstätten hatten natürlich oberste Priorität, so dass dort inzwischen fast alle Schäden wieder behoben sind", erklärt Stadtsprecherin Katharina Reso auf DNN-Nachfrage. Beispielsweise sei die Sporthalle an der Afra-Grundschule für 220 000 Euro instand gesetzt worden. Das Freigelände des Hortes der Johannesschule komme demnächst an die Reihe. Hier müssen 280 000 Euro investiert werden.

Betrachtet man alle flutgeschädigten städtischen Gebäude in Meißen, fällt die Bilanz deutlich schlechter aus. Etwa die Hälfte sei bislang saniert worden, schätzt Katharina Reso. Und: "Zwei bis fünf Jahre dürfte es noch dauern, bis nicht nur die Schäden an den Gebäuden, sondern beispielsweise auch an den Brücken, Straßen und Gewässern behoben sind", meint sie. Immerhin hatte die Juniflut insgesamt 54 Millionen Euro Schaden an Häusern von Privatpersonen, Unternehmen und städtischen Einrichtungen hinterlassen.

Auch die Kulturhäuser hat es schwer erwischt. "Vom Hochwasser betroffen waren unter anderem unser Theater, das Stadtmuseum mit der Franziskanerklosterkirche und der dahinter liegenden Roten Schule und zwei Verwaltungsgebäude - eines am Schlossberg, das andere an der Leipziger Straße", sagt die Stadtsprecherin. Das Meißner Theater sei inzwischen wieder weitgehend instand gesetzt worden. 1,65 Millionen Euro habe der Schaden dort betragen. Vorgesehen sei, die Fassade bis zum Beginn der neuen Spielzeit zu sanieren. Und in der Franziskanerklosterkirche müsse beispielsweise noch der Putz im Kreuzgang erneuert werden.

Vom Hochwasser in Mitleidenschaft gezogen wurde im vergangenen Jahr auch die Stadtbibliothek. Größenordnung hier: 300 000 Euro. "Weil das Erdgeschoss überflutet war, musste die Kinderbibliothek in den Lesesaal im zweiten Obergeschoss verlegt werden", berichtet Katharina Reso. Das Erdgeschoss sei noch nicht wieder saniert. Lesungen, die normalerweise im Lesesaal stattfinden, müssten daher nach wie vor in andere Meißner Einrichtungen verlegt werden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.07.2014

Katrin Richter

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