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Nach Leck im Teich: Getrübte Stimmung in der Buschmühle

Nach Leck im Teich: Getrübte Stimmung in der Buschmühle

Seit 1993 betreibt die Gastronomenfamilie Hientzsch aus Weinböhla die Buschmühle im Niederauer Ortsteil Gohlis. So lange wie kein anderer Wirt zuvor in der über 120-jährigen Geschichte der Gaststätte, die einst als Mühle diente.

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Buschmüllerin Katharina Hientzsch hofft, dass das Gondelboot "Black Pearl" noch lange im Teich schippern kann.

Quelle: Stephan Klingbeil

Niederau. Kommendes Frühjahr will die Familie ihr Jubiläum feiern, im Sommer den Karibik-Ball. Doch die Stimmung in der Buschmühle ist getrübt, obwohl die Wochenenden in diesem Jahr für Feiern ausgebucht sind.

"Die Idylle trügt leider etwas", sagt die Senior-Chefin Katharina Hientzsch. Auf ihr Familie kommen höhere fünfstellige Sanierungskosten zu, die sie "erst einmal wieder erwirtschaften" müssten. Der Buschmühlenteich hatte ein Leck. Im Frühjahr wurde das Problem deutlich. Da sackte der Wasserspiegel um zwei Meter ab. Die beliebten Gondeln mussten angekettet bleiben, auch das selbst gebaute Miniatur-Schiff "Black Pearl", das sich die Familie erst im Vorjahr angeschafft hatte, konnte keiner mehr nutzen. Otter und Reiher ergriffen ihre Chancen und machten sich im seichten Wasser über die verbliebenen Fische her.

Die aufwendige Suche nach dem Leck im Teich dauerte Wochen. Der undichte Grundablass, ein Ventil über das man Wasser aus dem Teich abgelassen kann, sei Schuld am Wasserverlust gewesen. Doch dort, wo man das Ventil erst vermutet hatte, war es nicht. Die erste Grube auf der Hofseite musste wieder zugeschüttet, ein zweites Loch gegraben werden, nachdem ein Industrietaucher in sechs Metern Tiefe fündig geworden war. Nun ist das Ventil abgedichtet. Wie eine Plombe, die den hohlen Zahn füllt. Eine langfristige Lösung ist das jetzige Konstrukt aber nicht. See und Mauern des Teichs müssen saniert werden. Etwa 50 000 Euro soll das kosten. Zusätzlich müssen noch Suche und Abdichtung des Lecks bezahlt werden.

Die Dresdner Künstlerin Dorit Gäbler ist Stammgast und hatte am Sonntag ein Benefizkonzert veranstaltet. 250 Gäste kamen, zirka 1200 Euro an Spenden seien eingenommen worden. Vielleicht gibt es auch noch Hilfe über die Gemeinde. Das kann sich Niederaus Bürgermeister Steffen Sang vorstellen. "Buschmühle und Teich sind touristische Attraktionen, der Teich ist wichtig für Fauna und Flora", sagt er. "Außerdem ist der Teich sehr wichtig für den Hochwasserschutz und genau hier könnte man ansetzen." Im Bauamt beschäftige man sich mit dem Thema. Fördermittel wären vielleicht möglich.

Spendenkonto: Sparkasse Meißen, Konto: 500 00 52 81, BLZ 850 55 000, "Rettung des Buschmühlenteichs"

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14.08.2012

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