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Nach Kanalbrand in Freital: Polizei vermutet Brandstiftung

Nach Kanalbrand in Freital: Polizei vermutet Brandstiftung

Nach dem Brand in der Freitaler Kanalisation ermittelt die Polizei wegen fahrlässiger Brandstiftung. Kriminalbeamte haben sich gestern Vormittag einen ersten Überblick vor Ort verschafft.

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Qualm drang am Dienstag aus mehreren Gullys der Freitaler Kanalisation, bis die Feuerwehr den Kanal abdichten konnte.

Quelle: Roland Halkasch

Wie die Polizei mitteilte, konnte der betroffene Kanalisations-Bereich noch nicht im Detail untersucht werden, weil in den Rohren noch hohe Temperaturen herrschen. Einen technischen Defekt als Ursache halten die Beamten für unwahrscheinlich. "Ein Wasserkanal kann nicht von selbst in Brand geraten", sagte ein Polizeisprecher. Deshalb steht im Fokus der Ermittlungen zurzeit fahrlässige Brandstiftung. Es müsse wohl etwas in die Kanalisation hineingeworfen worden sein, vermutet die Polizei.

Am Dienstagnachmittag war ein Schwelbrand im Kanalnetz im Freitaler Stadtteil Burgk ausgebrochen. Nach ersten Erkenntnissen ist die Verkleidung oder Beschichtung der Rohre in Brand geraten. In den 1990er Jahren wurde der Kanal mit Kunststoff und Harz abgedichtet. Die Ermittlungen in der 300 Meter langen unterirdischen Leitung sind schwierig. "Die nach wie vor hohen Temperaturen innerhalb der Kanalisation verhindern bis dato den Einsatz einer Tunnelkamera", informierte die Polizei. Wenn die Hitze nachlässt, soll die Kamerafahrt folgen. Für eine Selbstentzündung, einen technischen Defekt oder eine vorsätzliche Brandstiftung gebe es derzeit keine Hinweise.

Der Brandherd befindet sich im Bereich zwischen Burgkerstraße und Bergerschachtweg. Dort stieg am Dienstagnachmittag stinkender Qualm aus Gullydeckeln auf. Die Polizei ließ vorsichtshalber ein Wohngebiet in Burgk evakuieren. Verletzt wurde niemand. Rund 500 Bewohner waren aufgefordert worden, ihre Häuser und Wohnungen zu verlassen. Laut Polizei hatten sich aber nur etwa 30 in einer Notunterkunft eingefunden. Das Notlager war in der Turnhalle des Weißeritzgymnasiums an der Johannisstraße eingerichtet worden. Viele Anrainer kamen bei Verwandten, Freunden und Bekannten unter.

Die Feuerwehr hatte am Abend Wasser in den brennenden Kanal geleitet und ihn abgedichtet. Dadurch wurden die Flammen erstickt und der Qualm verzog sich. Schon in der Nacht konnten die Menschen in ihre Häuser zurückkehren. Auch die Straßensperrungen wurden aufgehoben.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 04.12.2014

S.K./dpa

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