Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Google+
Nach 69 Jahren wieder Zugverkehr - Lücke nach Dolny Poustevna geschlossen

Nach 69 Jahren wieder Zugverkehr - Lücke nach Dolny Poustevna geschlossen

Seit gestern ist die Lücke im Gleis zwischen dem sächsischen Sebnitz und dem böhmischen Dolny Poustevna Vergangenheit. Nach endlos gefühlten 69 Jahren können wieder Einheimische wie Touristen mit dem Zug ins Nachbarland reisen.

Voriger Artikel
Autofahrer streift in Klipphausen Achtjährigen und flüchtet
Nächster Artikel
Fachkrankenhaus Coswig feiert 20-jähriges Bestehen und bekommt eine Schallschutzwand gegen Bahnlärm

Die Nationalparkeisenbahn U 28 verkehrt von Decin über Bad Schandau und Sebnitz weiter nach Dolni Poustevna bis Rumburk. Am Eröffnungswochenende kann die Strecke für 1 Euro befahren werden.

Gemeinsam mit deutscher und tschechischer Politprominenz durchschnitt der Sebnitzer Oberbürgermeister Mike Ruckh das Band für den mit Ehrengästen und Bürgern beider Kommunen gut gefüllten Eröffnungszug. Zuvor hatte Landrat Michael Geisler die Bedeutung des Ereignisses gewürdigt: "Für die Region und den Verkehrsverbund ist das heute ein guter Tag. Auch wenn bei einem Projekt über 20 Jahre ins Land gehen, darf man nicht aufgeben, das Durchhalten lohnt sich!"

In Dolny Poustevna gab es für die Gäste des ersten Zuges einen herzlichen Empfang. Ein Triebwagen der Nationalparkbahn wurde feierlich auf diesen Namen jeweils in deutsch und tschechisch getauft. Auch unsere böhmischen Nachbarn profitieren von der Nationalparkbahn. So erreichen die Rumburker ihre Kreisstadt Decin in 114 Minuten, die Einwohner von Dolny Poustevna schon in 65 Minuten.

Für das Eröffnungswochenende gelten ein Sonderfahrplan und ein Sondertarif. Für 1 Euro kann die Gesamtstrecke der Nationalparkeisenbahn U 28 zwischen Decin über Bad Schandau und Sebnitz bis Rumburk hin und zurück gefahren werden. Neben den planmäßigen Zügen verkehren Sonderfahrten zwischen Sebnitz und Schluckenau bzw. Dolny Poustevna. Die Ostsächsischen Eisenbahnfreunde setzen dafür einen historischen Reichsbahnzug mit der Diesellok V 100 sowie einen Schienenbus BR 772 aus dem Waggonwerk Bautzen, bekannt als Ferkeltaxe, ein.

An beiden Tagen gibt es beiderseits der Grenze ein Streckenfest. In Sebnitz erwartet ein Bühnenprogramm mit Moderator Robert Drechsler die Besucher. Jeweils zwischen 11 und 12 Uhr startet ein Kinderprogramm. In Dolny Poustevna bietet das Programm viel Musik, am Sonnabend bringt 13.50 Uhr ein Puppentheater die "Geschichte von den verlorenen Schienen". Links und rechts der Bahn kann geführt gewandert werden. Am Sonnabend startet 12.17 Uhr auf dem Bahnhof Sebnitz die Familien-Märchenwanderung. Die eigentliche Tour beginnt in Goßdorf-Kohlmühle und geht durch die beiden Tunnel der ehemaligen Schmalspurstrecke zum Märchenturmfest in Ulbersdorf. Zum Bahnhof Ulbersdorf pendelt ein Bus. Am Sonntag kann 10.17 Uhr von Sebnitz abgefahren und dann von Kohlmühle mit dem Schwarzbachbahnverein nach dessen Bahnhof Lohsdorf gewandert werden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.07.2014

Peter Weckbrodt

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News
Anzeige

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

Die Friedensburg gehört als fester Bestandteil zu Radebeul. Soll sie zukünftig wieder als Gaststätte genutzt werden? Und falls ja, wie genau? Sagen Sie uns Ihre Meinung und stimmen Sie ab! mehr