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Musikgeschichten(n) im Weingut - "Kammermusik in der Hoflößnitz" Radebeul

Musikgeschichten(n) im Weingut - "Kammermusik in der Hoflößnitz" Radebeul

Historische Aufführungspraxis, das meint längst nicht mehr nur Bach auf Darmsaiten in tiefer Stimmung. Das Ansinnen, die Musik vergangener Epochen mit je authentischem Instrumentarium, ursprünglicher Spieltechnik und im Wissen um die künstlerischen Gestaltungsmittel der entsprechenden Zeit wiederzugeben, hat längst viel größere Kreise gezogen und entspringt dem Wunsch, vergangene Schönheit wieder zum Blühen zu bringen.

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Das Duo Tango Amoratado sorgt am Sonntag für den Auftakt der Musikreihe.

Quelle: PR

So wird es auch niemanden mehr wundern, wenn die "Kammermusik in der Hoflößnitz" - die sich solche Authentizität von Beginn an auf ihre Fahnen schrieb - in dieser Saison mit argentinischem Tango eröffnet wird.

Der wäre wohl nicht denkbar ohne eine deutsche Erfindung: Das Bandoneon, dessen typischer Klang den Tango prägte, stammt aus dem Erzgebirge. Im Gepäck deutscher Auswanderer kam es um 1900 nach Lateinamerika - Startpunkt für einen sagenhaften Siegeszug. Diese Geschichte empfinden am Sonntag, 17 Uhr im kurfürstlichen Festsaal des Lust- und Berghauses der Hoflößnitz Jürgen Karthe und Fabian Klentzke - gut bekannt als Duo Tango Amoratado - in einem lockeren Mix aus Texten und Musik nach. Natürlich erklingen Tangokompositionen, aber eben auch traditionelle Volksweisen aus dem Erzgebirge.

Sächsische Traditionen rückt auch das zweite der insgesamt neun Hoflößnitz-Konzerte in den Fokus, wenn am 11. Mai das Dresdner Streichtrio die Besonderheit der hiesigen Streichertradition erlebbar macht. Werke von Beethoven und Mozart sind dafür die brillante Grundlage. Neuland betritt Flautando Köln mit seinem gleichnamigen aktuellen Programm am 25. Mai: Sich der Musik von Kurt Weill oder auch bekannter Jazzgrößen wie Dizzie Gillespie mit der Blockflöte zu nähern, bedeutet für die vier Spielerinnen - die sich dafür den Kontrabassisten Tilman Schmidt an die Seite geholt haben - wie für das Publikum, sich von vertrauten Klängen zu lösen. Spannungsreicher Lohn für diesen mutigen Schritt dürfte den Hörern gewiss sein.

Eine sehr beziehungsreiche Geschichte verbindet sich auch mit dem Waldhorn, das am 22. Juni gleich in vierfacher Ausführung auftritt, wenn das Sächsische Hornquartett sein herrliches Klangspektrum zwischen archaischem Jagdsignal und romantischem Wohlklang aufzeigt. Um einiges zarter werden die Klänge am 13. Juli. Dann ist Tom Daun mit gotischer, böhmischer und keltischer Harfe zu Gast. Diese lässt er nicht nur erklingen, er erzählt auch einige der schönsten Märchen und Mythen, die sich um das Instrument ranken. Mit Sicherheit wird von Liebe die Rede sein - ein Thema, das ebenso am 27. Juli eine zentrale Rolle spielt. Dann schlägt das preisgekrönte Ensemble amarcord "The Book of Madrigals" mit weltlicher Vokalmusik von Orlando di Lasso, John Dowland, Heinrich Schütz u.a. auf.

Singen (natürlich nicht nur) werden auch die Dresdner Salondamen am 24. August, nur schöpfen diese aus einer einige Jahrhunderte später angesiedelten Epoche. Mittels Liedern der 1930er und 40er Jahre entführen sie auf eine amüsante Reise "In der himmelblauen kleinen Limousine". Auf das Miteinander von Violine und Violoncello konzentriert sich das Konzert am 14. September. Wie vollmundig auch das Klingen kann, werden Wolfgang Hentrich, Konzertmeister der Dresdner Philharmonie, und Bernhard Hentrich, Cellist und künstlerischer Leiter der "Kammermusik in der Hoflößnitz", mit Werken von Bach, Händel, Corelli u.a. zu unterstreichen wissen. Franz Schuberts "Schwanengesang", interpretiert von Christian Hilz (Bariton) und Eckart Sellheim (Hammerflügel) beschließt am 28. September den diesjährigen Konzertreigen. Im herbstlichen Blätterfall sollte dies ein sinnfälliger Entlass in die Saisonpause sein.

iKarten im Vorverkauf 15 Euro (Abonnement 120 Euro), an der Tageskasse (ab 15 Uhr) 18 Euro. Kinder bis 14 zahlen die Hälfte. Im Preis enthalten ist ein Glas Sekt der Hoflößnitz oder wahlweise ein alkoholfreies Getränk.

Tickets: im Weinladen in der Hoflößnitz (Di-So 10-17 Uhr) oder über Stiftung Hoflößnitz, Knohllweg 37, 01445 Radebeul, Tel. 03 51/ 8 39 83 50, Fax 03 51/ 8 39 83 30,

E-Mail: info@hofloessnitz.de

www.hofloessnitz.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 25.04.2014

Sybille Graf

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