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Musik mit PS und zum Picknick - Moritzburg Festival lockt die Fans

Musik mit PS und zum Picknick - Moritzburg Festival lockt die Fans

Das renommierte Moritzburg Festival hat am Wochenende übliche Spielstätten verlassen und Kammermusik auf erfrischende Weise präsentiert. Rund 500 Zuschauer strömten am Sonntag zum musikalischen Picknick in den Park von Schloss Proschwitz und ließen sich dort Kompositionen von Beethoven, Mozart oder Schumann zu Prosecco, Wein und mitgebrachten Leckereien schmecken.

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Das renommierte Moritzburg Festival hat am Wochenende übliche Spielstätten verlassen und Kammermusik auf erfrischende Weise präsentiert.

Quelle: Arno Burgi dpalsn

Ganze Familien waren gekommen und bevölkerten die Wiesen mit Decken, Campingstühlen und Picknickkörben.

Wie schon am Vortag beim Familienkonzert im Landgestüt Moritzburg spielten junge Musiker der Moritzburg Akademie. In diesem Jahr waren unter rund 250 Bewerbern 36 Nachwuchstalente aus 18 Ländern für die Akademie ausgewählt worden. Sie studierten in den vergangenen zwei Wochen mit namhaften Kammermusikern Werke ein und stellten ihr Können bei Konzerten in Berlin, Bad Elster und nun beim Moritzburg Festival vor. Am Sonntag hatten die Akademie-Künstler des öfteren mit dem Wind zu kämpfen, der immer wieder die Notenblätter vom Pult fegte.

Jan Vogler, Chef des Moritzburg Festivals, warb um Unterstützung für den Nachwuchs. Heute könnten junge Musiker zwar weltweit eine Ausbildung bei jungen Lehrern bekommen. Allerdings fehle ihnen oft die Möglichkeit für Auftritte auf großer Bühne. Deshalb werde sich die Festival-Akademie weiter um die Jugend kümmern, brauche dafür aber Unterstützung von Sponsoren und Fans. Vogler war noch zu DDR-Zeiten zum Marlboro-Festival in die USA gereist und hatte die Idee diese Musikfestes dann nach Moritzburg transformiert.

Schon am Samstag hatten die Akademie-Musiker an ungewöhnlicher Stätte die Kraft der Kammermusik unter Beweis gestellt. Allerdings kamen im Ambiente des Landgestütes ein paar richtige Pferdestärken hinzu. Die Reithalle des Gebäudes aus der Barockzeit erwies sich als akustisch hervorragender Konzertsaal, und auch der Innenhof wurde zur Bühne: Blechbläser der Moritzburg Akademie begleiteten nach dem Konzert eine Präsentation von Rassepferden und Gespannen.

Zum Auftakt hatten vier Streicher passend zum Ambiente Joseph Haydns „Reiterquartett“ gespielt. Danach erklang die „Don Quijote Suite“ von Georg Philipp Telemann. Schauspielerin Natascha Mamier erzählte den Kindern in den Satzpausen die Geschichte vom traurigen Ritter. Und während draußen Gewieher und Getrappel die Begleitmusik gaben, lauschten drin Kinder andächtig mit ihren Eltern und Großeltern den Abenteuern von Don Quijote.

Dass Pferde eine ganz eigene Ästhetik besitzen, bewies das Finale. Nicht nur klangvolle Pferdenamen wie Decurio, Millennium oder Rossini ließen die Zuschauer applaudieren. Mit Haflinger, Schwerem Warmblut, Kaltblut oder Deutschem Reitpferd wurden auch verschiedene Rassen vorgestellt. Außerdem ließ das Gestüt historische Kutschen vorfahren.

Matthias Görbert, Leiter der Sächsischen Gestütsverwaltung und des Landgestütes Moritzburg ist von der „Musikalität“ seiner Schützlinge überzeugt. „Pferde haben ein gutes Rhythmus- und Taktgefühl“, sagte der Experte im Anschluss der Nachrichtenagentur dpa. Von alten Militärpferden sei überliefert, dass sie nach ihrem altersbedingten Ausscheiden aus der Kavallerie weiter auf Marschmusik reagierten. „Das wirkte geradezu beruhigend auf sie.“

Während die Musiker der Moritzburg Akademie am Sonntagabend die Heimreise nach den USA, Kanada, Italien, Japan oder Taiwan antraten, haben die „älteren Semester“ noch bis 19. August bei diversen Konzerten zu tun. Das Moritzburg Festival war 1993 entstanden und hatte sich binnen kurzer Zeit in die erste Liga der internationalen Treffen für Kammermusik hochgespielt. Inzwischen gastierte es auch in der New Yorker Carnegie Hall und in Südkorea.

dpa

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