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Museum Coswig zeigt Werke aus dem Fundus des Porzellankünstlers Heinz Werner

Museum Coswig zeigt Werke aus dem Fundus des Porzellankünstlers Heinz Werner

Noch immer greift der Coswiger Ehrenbürger Heinz Werner täglich zu Stift und Pinsel. Was dabei heraus kommt, kann man ab heute in der Karrasburg in Coswig sehen.

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Coswigs Ehrenbürger Heinz Werner arbeitete viele Jahre lang für die Porzellan-Manufaktur in Meißen. Jetzt ist ihm eine Ausstellung gewidmet.

Quelle: PR

"Plädoyer für das Liebenswerte" lautet der Titel der Sammlung, die Leben und Wirken von Heinz Werner beleuchtet. Anlass dafür ist der Geburtstag, den der DDR-Kunstpreisträger am Dienstag feierte. 85 Jahre ist Werner jetzt alt.

Der langjährige Mitarbeiter der Staatlichen Porzellan-Manufaktur in Meißen hat den Kopf voller Ideen, bringt sie so oft er kann zu Papier. Bei Meißen schätzt man seine Kreativität. Noch immer werden Arbeiten von ihm dort gezeigt. Bis 2005 war er als freier Mitarbeiter in der Manufaktur tätig. Vor 56 Jahren war Werner zum Dekor-Gestalter dorthin berufen worden. Er gründete 1960 mit Ludwig Zepner und Peter Strang die Abteilung Kollektiv Künstlerische Entwicklung bei Meißen. Weltbekannte Porzellan-Dekore wie "1001 Nacht" oder "Blaue Orchidee" stammen von ihm.

Ab heute widmet ihm das Karrasburg-Museum eine eigene Ausstellung. Malereien, Skizzen, auch Linolschnitte sind dort fortan bis zum 17. November zu sehen. Sie bieten einen Überblick über Jahrzehnte einzigartiger Schaffenskraft. Mit Ausnahme eines Werks, das der Künstler dem Museum anlässlich einer vorhergehenden Ausstellung in dem Museum zu seinem 70. Geburtstag im Jahr 1998 geschenkt hatte, wurde noch keines in der Karrasburg gezeigt.

"Die Werke stammen aus dem privaten Fundus von Professor Werner", sagt Museumsleiterin Evelies Baumann. Viele seien neu. Werner schuf sie teils erst dieses Jahr. Sie zeigen japanische Geishas, Mummenschanz in Venedig, das weltberühmte Mausoleum Taj Mahal in Indien - Motive von Studienreisen, die der Meißner Manufaktur-Künstler einst unternahm. Alles Erinnerungen, Bilder im Kopf, die er erst jetzt zu Papier gebracht hat. Besonders der Karneval in Venedig mit seinen Masken und Farben hat es dem Künstler angetan. Das großflächige Acryl-Bild "Karneval in Venedig" zeugt davon - wie viele weitere Motive vom Faschingsgetümmel in der Lagunenstadt, die diese Ausstellung bereichern.

Vielfältig auch Werners zahlreiche Frauenbildnisse: Zarte geschwungene Formen prägen seine Werke. "Ihnen entspringt eine Vitalität und Heiterkeit, der man sich nicht entziehen kann", betont Evelies Baumann. "Wenn man das Glück hat, ihn beim Fabulieren zu erleben, merkt man, dass er stets bestrebt war und ist, die Menschen an seiner Freude beim Zeichnen teilhaben zu lassen."

Davon können sich Besucher nicht nur bei dem 15-minütigen Filmporträt überzeugen, das auf Wunsch in der Karrasburg vorgeführt wird. Gäste der Ausstellungseröffnung heute Abend haben die Möglichkeit, sich persönlich mit dem Coswiger Porzellankünstler zu unterhalten. "Plädoyer für das Liebenswerte" ist ab heute dienstags, donnerstags, sonnabends und sonntags sowie auf Anfrage im Museum jeweils von 14 bis 18 Uhr zu sehen. Der Eintritt kostet 1,50 Euro, ermäßigt einen Euro.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 30.08.2013

Stephan Klingbeil

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