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Moritzburger Voltigierer Erik Oese holt in Österreich EM-Silber

Moritzburger Voltigierer Erik Oese holt in Österreich EM-Silber

Silber für Erik Oese, Longenführer Andreas Bäßler und Pferd Calvador: Das Voltigier-Trio vom RFV Moritzburg kehrte mit Rang zwei von den Europameisterschaften aus dem österreichischen Ebreichdorf zurück.

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Erik Oese (l.) wird von seinem Longenführer Andreas Bäßler beglückwünscht.

Quelle: Daniel Kaiser

Ebreichsdorf. Die Sachsen waren damit die erfolgreichsten deutschen Einzelvoltigierer.

Im monumentalen Pferdesportpark Magna Racino südlich von Wien war der große Coup für den 25-jährigen Ausnahme-Athleten zum Greifen nah. Nach der Pflicht rangierte Oese bereits auf Rang drei. Mit der ersten Kür schob er sich am Lokalmatadoren Stefan Csandl aus Wien auf Platz zwei vor. Mit einem herausragenden Technikprogramm - der dritte von vier Umläufen - hatte Oese schließlich die Spitze des Feldes erobert. Zwei Zehntel nahm der Lehramtsstudent dem bis dato in Front liegenden Jacques Ferrari ab und rangierte damit vor dem Finale hauchdünn vor dem 24-jährigen Franzosen aus Saumur. Alles lief auf ein Herzschlagfinale hinaus, das die über 1500 Zuschauer in der ausverkauften Arena frenetisch bejubelten.

Unter dem ohrenbetäubenden Lärm der mitgereisten Fans lief Oese aufgrund der Start-Auslosung am Sonntag vor Ferrari in den Zirkel ein. Einmal mehr hielt er anschließend dem enormen Druck stand und legte eine fantastische Kür zu Musik und Outfit von "Prince" in den Reitsand. 8,601 Punkte vergab das sechsköpfige Richtergremium für die bis zu diesem Zeitpunkt mit Abstand beste Choreografie. Das war noch einmal ein Zehntel mehr als im ersten Kürdurchgang und brachte den Franzosen zusätzlich in Zugzwang.

Doch auch Ferrari gab sich keine Blöße. Der Franzose - der sich seit 2011 für Championate qualifizieren konnte, aber bislang noch keine Medaille holte - konnte Oese in puncto Vielfalt und Bewegungsfluss noch einmal übertrumpfen und siegte schließlich in der Kür mit 8,839 Zählern, womit ihm auch der Gesamtsieg sicher war (Ferrari 8,272/Oese 8,23).

Oese zeigte sich als fairer Verlierer und war der erste Gratulant. "Jacques hat hier eine außergewöhnliche Leistung geboten und steht verdient ganz oben", gab der junge Mann aus Radebeul zu Protokoll. Über das erneute Silber - schon im vergangenen Jahr holte er bei den Weltmeisterschaften im französischen Le Mans den Vize-Titel - freute er sich riesig. Da sein Pferd Calvador, welches ihm von Besitzerin Dagmar Cramer zur Verfügung gestellt wird, im Frühjahr Verletzungsprobleme hatte, startete er erst spät in der Saison in das Training auf dem Pferd und suchte bei den ersten Wettkämpfen noch die nötige Harmonie, die das Team nun in Ebreichsdorf eindrucksvoll wiederfand.

Bundestrainerin Ulla Ramge war begeistert: "Erik war auf den Punkt topfit und hat vier tolle Umläufe gezeigt. Das ist die wichtigste Voraussetzung, um die Chance auf eine Medaille zu haben." Die Nationaltrainerin hofft nun, dass Oese das Leistungsniveau auch für die Weltreiterspiele im nächsten Jahr halten kann. Die Weltmeisterschaften aller Pferdesportdisziplinen werden 2014 in der Normandie ausgetragen. Nachdem sich Oese nun zweimal einem Franzosen geschlagen geben musste (bei der WM im Vorjahr hatte Nicolas Andreani aus Paris gewonnen, diesmal nach Sturz nur Platz fünf), wäre es quasi der perfekte Ort für eine Revanche.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.08.2013

Daniel Kaiser

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