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Moritzburger Hengstparade setzte schöne Pferde stilvoll in Szene

Reitsport Moritzburger Hengstparade setzte schöne Pferde stilvoll in Szene

Wie in jedem Jahr sind die Hengstparaden des Landgestüts Moritzburg der glanzvolle Abschluss der Decksaison. Die große Kunst dabei ist es, die eigentlich in Konkurrenz zueinander stehenden Hengste in einem friedlichen Miteinander zu vereinen. Am Wochenende konnten sich nun alle pferdebegeisterten Zuschauer von dem Ergebnis überzeugen.

Der berittene Fanfarenzug mit dem Kesselpauker
 

Quelle: dpa-Zentralbild

Moritzburg.  Wie in jedem Jahr sind die Hengstparaden des Landgestüts Moritzburg der glanzvolle Abschluss der Decksaison. Die große Kunst dabei ist es, die eigentlich in Konkurrenz zueinander stehenden Hengste in einem friedlichen Miteinander zu vereinen. Das wurde in den Wochen nach ihrer Rückkehr von den Deckstationen in ihre heimischen Stallungen ausgiebig geübt. Am Wochenende konnten sich nun alle pferdebegeisterten Zuschauer während der fast vierstündigen ersten Hengstparade von dem Ergebnis überzeugen. Da störte auch ein kräftiger Regenguss nicht.

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Wie in jedem Jahr sind die Hengstparaden des Landgestüts Moritzburg der glanzvolle Abschluss der Decksaison. Die große Kunst dabei ist es, die eigentlich in Konkurrenz zueinander stehenden Hengste in einem friedlichen Miteinander zu vereinen.

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Gleich zwei 60-jährige Jubiläen standen im Mittelpunkt der Parade. 1956 fand die erste Hengstparade in Moritzburg nach dem Zweiten Weltkrieg statt. Und es ist das Jubiläum der Haflingerzucht, die 1956 in Thüringen mit dem ersten Hengst begann. „1960 kamen die ersten Hengste nach Moritzburg“, weiß Gestütsleiter Dr. Matthias Görbert. „Zur Jubiläumsveranstaltung in Meura waren wir mit acht Hengsten vertreten.“ Zur Hengstparade präsentieren sich die Hengste mit der langen blonden Mähne in der Koppel und im Beritt mit je zwei Handpferden. Auffällig ist der Wandel in der Statur der Haflinger. So wurde aus dem einst eher etwas pummeligen beliebten Freizeitpferd durch gezielte Züchtung ein schön anzusehendes elegantes Tier. Besonders kam diese Wirkung in der Koppel zur Geltung, die wie immer in den Händen der Lehrlinge lag. Dass sie im Galopp hoch zu Ross auch mit Pfeil und Bogen umzugehen verstehen, zeigten sie in einem anderen Schaubild. Selbst wenn nicht jeder Pfeil traf, so sind Mut und Gewandtheit uneingeschränkt anzuerkennen.

Das historische Schaubild präsentierte in diesem Jahr Moritzburger Impressionen. So waren der Ortsgründer von 1295, Ritter Hermann de Ysenberc, und die den Ort prägenden sächsischen Kurfürsten Moritz, Georg, Christian I ebenso zu sehen wie August der Starke und seine Mätressen. Ebenso präsentierten sich die ortstypische Falknerei und Fischzucht. Mit dabei war die historische königlich-sächsische Ortsfeuerwehr von 1903. Die königlich-sächsischen Gestütswärter zeigten sich in den Uniformen von 1905.

Nach längerer Pause war wieder mal das Bild Kaltblüter vor dem Traberwagen zu sehen. Das Besondere daran: die Traberwagen, die vor 23 Jahren nach dem großen Brand, der einen Großteil des Wagenbestandes vernichtete, neu angefertigt wurden, zeigten sich restauriert in altem Glanz. Ebenso frisch aufpoliert war die Postkutsche, zu sehen im Schlussbild mit dem vorgespannten Sechzehnerzug. „Dankenswerter Weise hat uns das Audizentrum Dresden bei der Restaurierung unterstützt. So konnten Lack- und Korrosionsschäden behoben werden“, freut sich Matthias Görbert. Gleichzeitig schwingt ein wenig Wehmut mit. Denn es sind die letzten Hengstparaden mit ihm als Gestütsleiter. Im Februar kommenden Jahres wird er 65 Jahre alt und muss somit als Staatsbediensteter in den Ruhestand wechseln.

Service

Karten für die Paraden am 10. und am 18. September können am jeweiligen Veranstaltungstag an den Kassen (ab 8 Uhr geöffnet) um den Hengstparadeplatz gekauft werden. Ein Blick in die Stallungen des Landgestütes ist am Vormittag von 9 bis 11 Uhr möglich. Das Polizeiorchester Sachsen spielt ab 10 Uhr ein Platzkonzert im Innenhof des Landgestütes. Weitere Informationen unter www.landgestuet-moritzburg.de.

Von Hannelore Schuster

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