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Moritzburger Aschenbrödel-Kleid ist wieder da

Moritzburger Aschenbrödel-Kleid ist wieder da

Moritzburg. Das gestohlene Ballkleid aus der Aschenbrödel-Ausstellung von Schloss Moritzburg ist wieder da. Drei Monate nach dem Verschwinden wurde die Kopie des Originalgewands aus dem gleichnamigen Märchenfilm-Klassiker am Donnerstag an das Museum zurückgegeben.

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Das Aschenbrödel-Kleid ist wieder aufgetaucht.

Quelle: dpa

„Wenn das nicht märchenhaft ist“, freute sich Schlossleiterin Ingrid Möbius über das glückliche Ende der Geschichte.

Die mit Strass und Pailletten verzierte Robe lag in einer Kiste, die am 15. Mai bei der Zentrale der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten in Dresden von einem Paketdienst abgegeben wurde. Der Meißner Polizeidirektor Hanjo Protze appellierte an die Täter, sich zu stellen. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Diebe das Kleid an die Eigentümer zurückschickten. „Es war ein schmutziges Paket ohne Absender“, berichtete Sprecher Uli Kretzschmar. Darin habe nur das unversehrte pink-hellblaue Kleid gelegen. Nach dem ersten Jubel übergaben die Mitarbeiter das Paket samt Inhalt sofort der Polizei. „Beides wurde auf Spuren untersucht, die Auswertung dauert an“, sagte Hauptkommissarin Jana Ulbricht. Was die Kriminaltechnik gefunden hat, wie die Adresse auf dem Paket aussah und welche Erkenntnisse die Ermittler zu den Dieben haben, wollte sie nicht sagen. Schloss Moritzburg war seit 2009 jeweils im Winter Schauplatz einer Aschenbrödel-Schau. Der Märchenfilm entstand in den 1970er Jahren als Kooperation von Studios in der damaligen CSSR und DDR und war ein Kassenschlager.

Das barocke Jagdschloss Moritzburg gehörte zu den Drehorten. Die vorerst letzte Präsentation mit Originalkostümen, Requisiten und Kopien schloss Anfang März. Das nachgeschneiderte Gewand war darin Teil einer Installation und am 22. Februar während der Öffnungszeit unbemerkt aus einer Ecke verschwunden. Museum und Polizei gehen davon aus, dass die Diebe hinter die Scheibe griffen, durch die Besucher den Filmtrick beobachten konnten, wie das Kleid aus einer Haselnuss gezaubert wird. „Bei Größe 38 könnte es leicht unter einer Jacke versteckt werden“, sagte Ulbricht. In der Ausstellung gab es zwar eine Videoüberwachung, aber nicht in dem Bereich, wo sich das Kleid befand. Die Ermittler haben ein Pärchen mittleren Alters als Täter im Visier, das die Ausstellung am Tag des Diebstahls mit einer mäßig gefüllten Tasche betreten habe, die aber beim Verlassen deutlich voller gewesen sei.

Die Identität der Verdächtigen ist noch ungeklärt. Nach Veröffentlichung der Videoüberachung gingen sechs Hinweise ein, die derzeit geprüft werden. „Es ist auch ein vielversprechender dabei“, sagte Ulbricht. Ihr Kollege Protze ist ganz sicher, dass der Fall „in Kürze“ aufgeklärt werden kann. Genauer wollten die Beamten mit Verweis auf die Ermittlungen nicht werden. Der nun wiedergewonnene Schatz soll unterdessen bis Pfingsten im Schloss gezeigt werden, sagte Kretzschmar. „Es ist zwar nur eine Kopie, uns aber lieb und teuer.“

sl

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