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Moritzburg lockt Besucher mit Brücke-Tradition

Moritzburg lockt Besucher mit Brücke-Tradition

Unverhofft findet der Kunstsommer Moritzburg im Roten Haus seine zweite Auflage. Eigentlich wollte der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) den Dippelsdorfer Teich, an dem das Rote Haus malerisch gelegen ist, in diesem Sommer sanieren.

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Irene Wieland und Kay Leonhardt laden zum Kunstsommer in das Moritzburger Rote Haus am Dippelsdorfer Teich.

Quelle: Martin Förster

Moritzburg. Weil daraus vorerst aber nichts wird, ziehen erneut Künstler in das Haus ein. Mit der Aktion will die Kulturlandschaft Moritzburg GmbH an die Künstlertradition des Ortes erinnern. Insbesondere Maler der Künstlergruppe Brücke haben sich, misstrauisch von den Einwohnern Friedewalds beäugt, am Dippelsdorfer Teich inspirieren lassen. Bilder etwa von Max Pechstein und Ernst Ludwig Kirchner zeigen das rote Badhaus, das Vorbild für den 2005 errichteten heutigen Bau an gleicher Stelle ist.

"Wir wollen, dass das Thema Brücke über den Kunstsommer mehr ins Gespräch kommt", sagt Bürgermeister Jörg Hänisch (parteilos). Moritzburg solle nicht nur mit barocker Kunst, Teichwirtschaft oder Pferden in Verbindung gebracht werden. Besonders im Ausland habe das Schlagwort Brücke touristisches Potential, meint Gundula Bleul, Geschäftsführerin der Kulturlandschaft Moritzburg GmbH. Ein Brücke-Pfad mit zehn bis zwölf Stationen sei deshalb in Arbeit, werde voraussichtlich im nächsten Jahr vorgestellt. Die Dresdner Expressionisten-Gruppe soll ein fester Bestandteil im touristischen Marketing Moritzburgs werden.

Beim Kunstsommer geht es mehr darum, den Ort zu erleben. "Ich bin sehr froh, dass ich eine Woche Zeit habe, mich mit dem Frühling auseinanderzusetzen", sagt Irene Wieland. Die Radebeuler Künstlerin ist derzeit im Haus einquartiert und hat im Vorjahr als Mitglied der Dresdner Sezession am Kunstsommer teilgenommen. Damals wurden 1000 Besucher gezählt.

In diesem Jahr werden nach der Eröffnungsfeier am 14. Juni zwei Ausstellungen geboten. Blütencollagen aus Naturmaterialien von Angela Straßberger und Renate Bosch sind bei "Blütenträume" (14.6.-20.7.) zu sehen. "Schräge Vögel - Freche Fische" heißt die Ausstellung des Meißners Kay Leonhardt und seiner Frau Gaby Bachmann (26.7.-7.9.). Während ihres 14-tägigen Aufenthalts in Moritzburg wollen sie vor allem Holzdrucke entstehen lassen. Zu Holz- und Linolschnitt bieten sie auch einen Workshop an, zu dem man sich bereits jetzt schon anmelden kann.

Unklar ist, ob es im nächsten Jahr wieder einen Kunstsommer gibt. Der Ortschaftsrat Friedewald erarbeitet gerade ein Nutzungskonzept für das Gebäude, dass an den Wochenenden intensiv für diverse Feiern genutzt wird. "Wir wollen die Nutzung des Roten Hauses verstetigen", sagt Bürgermeister Hänisch. Ob mit oder ohne Kunstsommer, ließ er offen.

@www.kulturlandschaft-moritzburg.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.04.2014

Hofmann, Uwe

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