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Moritzburg feiert Ende Oktober Fisch und Wald

Moritzburg feiert Ende Oktober Fisch und Wald

Für die Teichwirtschaft ist es zwar eher ein mittelprächtiges Jahr, dennoch wird am letzten Oktoberwochenende im Moritzburg kräftig gefeiert. 30 000 Besucher werden zum Fisch- und Waldfest erwartet, bei dem das Abfischen des Schlossteichs traditionell im Mittelpunkt steht.

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Laden zum Fest: Sachsens Weinprinzessin Michaela Tutschke (r.), die Waldbotschafterin Sandy Münzner und Henry Lindner, Chef der Teichwirtschaft Moritzburg.

Quelle: Uwe Hofmann

Moritzburg. "15 000 Stück sollten wir schon hier rausholen", meint Henry Lindner, Chef der Moritzburger Teichwirtschaft, mit Blick auf das Gewässer. Bis Ende November läuft das Abfischen in den 24 Teichen in und um Moritzburg. Die meisten liegen jedoch in Naturschutzgebieten, so dass sich die Arbeit selten beobachten lässt.

Ganz anders am Schlossteich, wo es ein großes Festzelt mit Schaukochen und nach dem Abfischen, gegen 15.30 Uhr an beiden Tagen des Wochen- endes, eine Fischversteigerung gibt. "Da werden wir mit kleinen Fischen und einem Gebot für einen Cent beginnen. Es sollen schließlich alle mitmachen können", sagt Lindner. Höherwertige Fische kommen aber auch unter dem Hammer. Der Erlös der Aktion geht an einen Verein, der in Moritzburg einen Spielplatz errichten will. Am Ende der "Fischernte" rechnet Lindner mit 170 Tonnen Fisch. Das ist nicht schlecht, auch wenn es etwa 20 Tonnen weniger als ein gutes Ergebnis bedeutet.

Die Gründe für die eher maue Ernte liegen vor allem im Frühjahr. Weil es damals zu wenig geregnet hatte, war in den Teichen, die allesamt nur durch Schmelzwasser und Regen gespeist werden, zu wenig Wasser. "Manche waren nur zur Hälfte gefüllt", sagt Lindner. Entsprechend musste die Zahl der ausgesetzten Fische reduziert werden, damit in den heißen Sommermonaten der Sauerstoff im Teichwasser nicht zu knapp wird. "So heiß ist es dann zwar nicht geworden, aber wir wollten kein Fischsterben und waren vorsichtig", sagt Lindner. Außerdem haben sich Kormorane, die nicht bejagt werden dürfen, im Frühjahr und im Herbst an den Teichen gütlich getan. Wie schlimm diese Fraßschäden sind, lässt sich derzeit schwer abschätzen. "Wir werden das am Mittelteich sehen. Dort müssten wir 35 000 Stück herausholen. Es könnten aber wegen der Kormorane auch nur 12 000 oder 15 000 sein", sagt Lindner.

Es gibt also noch einige Unwägbarkeiten, die beim Fisch- und Waldfest jedoch der Vergangenheit angehören. Man habe sich nach einer Neukonzeption des Fests vor fünf Jahren gefunden, meint Alf Mahlo, der als Moderator durchs Festprogramm führt. Ziel sei damals mehr Familienfreundlichkeit gewesen. Das sei gelungen. So gibt es allerhand Kinderbespaßung auf dem Rüdenhof, wo auch wieder ein gemütliches Lagerfeuer und ein Handwerkermarkt auf dem Programm stehen. Auf dem Schlossparkplatz legt der Sachsenforst den Schwerpunkt auf die Waldpädagogik. Außerdem ist der im Vorjahr schmerzlich vermisste Pilzberatungsstand wieder da. Junge Straßenmusiker dürfen in historischen Kostümen auf dem Schlossdamm aufspielen. Am Sonnabend gibt es ab 18 Uhr einen Lampionumzug und ab 18.30 Uhr ein kleines Feuerwerk auf der Rückseite des Schlosses.

www.fisch-waldfest-moritzburg.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 09.10.2014

Uwe Hofmann

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