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Modellprojekt Grundschule West in Cosiwg startet

Modellprojekt Grundschule West in Cosiwg startet

"Es gibt jetzt kein Zurück mehr", sagt Bürgermeister Thomas Schubert (parteilos). Eine ultimative Formulierung, mit der er aber den rechtzeitigen Abschluss eines Coswiger Großprojekts bedenkt: Der Umbau der Grundschule West wird nach rund einem Jahr Bauzeit planmäßig zum neuen Schuljahr abgeschlossen sein, verspricht Schubert.

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Das Gebäude der Grundschule West ist von der Heinrich-Heine-Straße aus gesehen fast fertig. Der Pausenhof muss dagegen noch gestaltet werden.

Quelle: Martin Förster

Die Container, in denen die Grundschüler während der laufenden Arbeiten auf dem Grundstück des Gymnasiums Coswigs unterrichtet werden, sind auch schon abbestellt, so sicher ist man sich im Rathaus.

Damit startet im neuen Schuljahr ein Projekt, das es so in Sachsen nicht noch einmal gibt. Unter einem Dach werden dann die Schüler der Grundschule West und die der Evangelischen Grund- und Mittelschule unterrichtet. Hinzu kommen die Kita Kinderhaus Löwenzahn samt Hort, die von der Coswiger Stadttochter "Juco Soziale Arbeit" betrieben werden. Die Kosten für den Umbau, zu dem auch die Errichtung einer neuen Sportanlage gehört, belaufen sich auf 6,6 Millionen Euro, davon 2,2 Millionen Euro Fördermittel.

Kritik gab es im Vorfeld vor allem an der Zusammenlegung einer staatlichen mit einer privaten Schule. Schließlich unterscheidet sich der Schulalltag in beiden Häusern doch gehörig, weshalb auf beiden Seiten negative Auswirkungen durch das Miteinander befürchtet wurden. Zum Zusammengehen gibt es aber keine Alternative. Zum einen wird der Evangelischen Grund- und Mittelschule das bisherige Domizil an der Serkowitzer Straße im Wohngebiet Dresdner Straße zu klein. Für die Ansprüche einer einzügigen Grundschule genügen die Räume, seitdem dort auch Mittelschulklassen eröffnet werden, fehlt es jedoch an Platz. Zum anderen drohte der Grundschule West die Schließung. Sie wird laut der Prognosen in den nächsten Jahren dauerhaft nur eine Klasse aufnehmen, von der Sächsischen Bildungsagentur (SBA) werden zum Erhalt eines Schulstandorts jedoch zwei gefordert. Die Lösung liegt in der einfachen Rechnung, das eins und eins zwei ergibt. Sie hat auch die Schulbehörde überzeugt. "Die SBA hat uns von Anfang an unterstützt", sagt Bürgermeister Schubert. Er konnte zumindest auf einen im thüringischen Saalfeld aufgestöberten Präzedenzfall verweisen, der allem Anschein nach ganz gut funktioniert. "Die haben dort auch Fehler gemacht, die wir in unserer Planung von vorneherein verhindern konnten", sagt Schubert.

So gibt es im Schulhaus künftig eine saubere Teilung: Unten sind die Grundschüler der staatlichen Schule, darüber die der Evangelischen Grundschule und im dritten Stock die Mittelschüler untergebracht. Das lässt allen genügend Raum, ein eigenes Schulleben zu entwickeln. So gibt es im Erdgeschoss beispielsweise eine Schulglocke, in den oberen Geschossen nicht, so wie es die Evangelische Schule jetzt schon an der Serkowitzer Straße hält. Hinzu kommen getrennte Pausenhöfe, was die Aufsicht erleichtern soll. Die durch einen völlig neu aufgebauten Verbindungsbau angebundene Turnhalle wird genauso gemeinsam genutzt wie die Mensa. Es wird also viele Berührungspunkte geben, weshalb beide Schularten irgendwie zueinander finden müssen. "Natürlich wird es Probleme geben, aber keine, die sich nicht lösen lassen", ist Schubert sicher.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.07.2014

Uwe Hofmann

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