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Mit Erdarbeiten beginnt B. Braun mit dem Bau einer Produktionsstätte von Dialysatoren in Wilsdruff

Neue Fabrik für Blutfilter Mit Erdarbeiten beginnt B. Braun mit dem Bau einer Produktionsstätte von Dialysatoren in Wilsdruff

Die B. Braun Avitum Saxonia GmbH hat im Wilsdruffer Gewerbegebiet mit dem Bau von Europas modernster Produktionsstätte von Dialysatoren für die Blutwäsche chronisch nierenkranker Menschen begonnen. 2018 soll der erste Blutfilter die neue Fabrik verlassen. In den kommenden Wochen muss erst einmal viel Erdreich bewegt werden.

Projektleiter Peter Wiegers (l.) und Wilsdruffs Vize-Bürgermeister Andreas Clausnitzer gaben den Startschuss für den Bau der neuen Fabrik. In den kommenden Wochen macht eine Raube das Grundstück eben.

Quelle: Silvio Kuhnert

Wilsdruff. Im Wilsdruffer Gewerbegebiet „Hühndorfer Höhe“ wühlt sich eine Schürfkübelraupe durchs Erdreich. Nach und nach schiebt sie den Boden in Richtung Autobahn. Mit den Erdarbeiten hat am Mittwoch der Bau von Europas modernster Produktionsstätte zur Herstellung von Filtern für die Blutwäsche chronisch nierenkranker Menschen begonnen. „2018 soll der erste Dialysator von hier ausgeliefert werden“, kündigte Projektleiter Peter Wiegers von der B. Braun Avitum Saxonia GmbH an.

Bevor aber der erste Grundstein für den neuen Produktionsstandort des in Radeberg ansässigen Unternehmens gelegt werden kann, ist Buddeln angesagt. Grund ist die Hangneigung des Grundstücks. In den nächsten sechs Wochen wird daher viel Erdreich bewegt. Konkret seien es rund 17000 Kubikmeter Mutterboden und circa 20000 Kubikmeter Lehm, informierte Robert Unger von der mit den Arbeiten beauftragten Firma Faber Bau. „Wir machen das schräge Gelände gerade. Dafür tragen wir an der einen Stelle Erde ab und an einer anderen wieder auf“, führte er weiter aus. Der aus Wilsdruff stammende Baubetrieb hat bereits Erfahrung mit dem Modellieren des Bodens und dem Ausgleichen von Schräglagen im hiesigen Gewerbegebiet sammeln können. Vor Jahren waren die Rauben auf dem Nachbargrundstück aktiv und bereiteten das Gelände für den Bau des Eberspächer-Werks vor.

Die Visualisierung zeigt die Front des Produktionsgebäudes des Dialysatorenherstellers B

Die Visualisierung zeigt die Front des Produktionsgebäudes des Dialysatorenherstellers B. Braun Avitum Saxonia am künftigen Standort in Wilsdruff.

Quelle: Visualisierung: B. Braun Avitum Saxonie GmbH

Bis April sollen die Erdarbeiten beendet sein. Danach beginnt das Bohren und Rammen. „Der Boden verlangt eine Pfahlgründung“, sagte Projektleiter Wiegers. Über den Pfählen entsteht dann das neue Werk. „Eine Fabrik am See“ hat B. Braun das Neubauprojekt in Wilsdruff getauft. Als erstes steht der Bau einer neuen Fertigungsanlage auf dem Programm. Wenn das Gebäude steht, erfolgt der Einbau der neuen Produktionslinien, was mit einer langwierigen Testphase verbunden ist, bis alles reibungslos läuft. Mit der neuen Fabrik möchte B. Braun seine Produktionskapazität in Sachsen verdoppeln und auf über 30 Millionen Dialysatoren im Jahr ausbauen. Der Hauptstandort der Firma in Sachsen ist in Radeberg und bleibt auch dort. Eine weitere Produktionsstätte befindet sich in Berggießhübel.

Das Investitionsvorhaben ist von Anfang an auf Wachstum ausgelegt. Fast elf Hektar hat das Unternehmen dafür im Wilsdruffer Gewerbegebiet südlich der Autobahn A4 erworben. „Die bieten uns Platz für weitere Ausbauschritte“, so Wiegers. Der Baukörper der neuen Filterfabrik ist nach der ersten Bauphase 143 Meter lang, 62 Meter breit und zwischen acht und 14 Metern hoch. Das Gebäude kann an beiden Längsseiten erweitert werden und erreicht im Endausbau eine Breite von fast 180 Metern. Darüber hinaus sind weitere Gebäude beispielsweise für Labors geplant. Die Bauten gruppieren sich um einen künstlich angelegten See.

Rund 40 Millionen Euro investiert B. Braun allein in die Produktionsanlagen für Dialysatoren. Das gesamte Projekt mit Grundstück und Gebäuden verschlingt einen hohen zweistelligen Millionenbetrag. Der Freistaat Sachsen unterstützt die Investition mit rund sechs Millionen Euro. Bereits mit dem ersten Bauabschnitts entstehen 140 Arbeitsplätze.

 

Von Silvio Kuhnert

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