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Ministerium lehnt Weinbauberater ab

Meißen Ministerium lehnt Weinbauberater ab

Das Landwirtschaftsministerium in Dresden lehnt die Wiedereinführung eines staatlichen Weinbauberaters in Sachsen ab. Das sagte ein Ministeriumssprecher auf Anfrage. Nach dem sogenannten Weinskandal war aus verschiedenen Richtungen ein Weinbauberater gefordert worden.

Das Landwirtschaftsministerium in Dresden lehnt die Wiedereinführung eines staatlichen Weinbauberaters in Sachsen ab.

Quelle: dpa

Meissen. Das Landwirtschaftsministerium in Dresden lehnt die Wiedereinführung eines staatlichen Weinbauberaters in Sachsen ab. Das sagte ein Ministeriumssprecher auf Anfrage. Nach dem sogenannten Weinskandal war aus verschiedenen Richtungen ein Weinbauberater mit dem Argument gefordert worden, insbesondere die rund 2000 Hobbyweinbauern sowie weniger erfahrene Nebenerwerbswinzer fachlich zu unterstützen. Der Ministeriumssprecher erklärte weiter, es sollen jedoch Möglichkeiten geprüft werden, „über bestehende staatliche Förderprogramme den Winzern eine entsprechende Unterstützung zu ermöglichen“. Die genaue Ausgestaltung werde „zu gegebener Zeit mit dem Berufsstand erörtert“. Erst danach könnten Details genannt werden.

Bis 2010 gab es in Sachsen einen Weinbauberater. „Die Abschaffung geschah im Rahmen des Abbaus von Aufgaben der Verwaltung, für die keine gesetzliche Verpflichtung bestand“, so der Ministeriumssprecher weiter. „Insofern war das Ende der Weinbauberatung keine Ausnahme, sondern eine Gleichbehandlung mit anderen Zweigen der Landwirtschaft.“ Die Umwelt- und Landwirtschaftexpertin der Linken im Landtag, Jana Pinka, macht sich seit geraumer Zeit für die Wiedereinführung eines „unabhängigen Sachverständigen“ stark. Die Frage nach Betriebsberatungen für Landwirte, Forstwirte, Fischwirte, Imker und Weinbauern in Sachsen will die Abgeordnete nach eigenen Angaben bei der nächsten Sitzung des Umweltausschusses gezielt thematisieren. Rund zehn Traubenerzeuger in Sachsen hatten in der Vergangenheit mutmaßlich nicht zugelassene Pflanzenschutzmittel eingesetzt und damit sechs Kellereien geschädigt. Mehr als 500 000 Liter Sachsenwein waren nicht verkehrsfähig. Etliche Weingüter beklagen seither einen in den eigenen Reihen ausgelösten Imageschaden für sächsischen Wein. Um das Vertrauen der Verbraucher in den Sachsenwein wieder zu verbessern, werden ab sofort auf behördliche Anordnung alle Qualitäts- und Prädikatsweine aus dem Anbaugebiet verbindlich auf 300 Rückstände von Pflanzenschutzmitteln getestet. Die Kosten trägt zunächst der Steuerzahler.

Von LM

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