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Ministerium: Bahn soll Lärmschutz im Raum Coswig verbessern

Ministerium: Bahn soll Lärmschutz im Raum Coswig verbessern

Der Lärm an Bahntrassen in Sachsen, vor allem aber in der Region Coswig soll möglichst bald verringert werden. Das betonte Sachsens Umweltminister Frank Kupfer (CDU) gestern in Dresden.

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Der Lärm hat sich auf der Strecke der "Berliner Bahn" erhöht, da Züge dort nach Bauarbeiten mit 160 statt 80 Kilometern pro Stunde fahren können.

Quelle: Martin Förster

Coswig. Von stephan klingbeil

Coswig. Der Lärm an Bahntrassen in Sachsen, vor allem aber in der Region Coswig soll möglichst bald verringert werden. Das betonte Sachsens Umweltminister Frank Kupfer (CDU) gestern in Dresden. Dort traf er sich mit der neuen Lärmschutzbeauftragten der Deutschen Bahn, Ines Jahnel, und dem Konzernbeauftragten in Sachsen, Artur Stempel. Thema des Gesprächs war der Verkehrslärm auf Schienen im Freistaat.

"Ich habe Frau Jahnel gebeten, dass die Deutsche Bahn ihre Prioritätenliste für Lärmsanierungsvorhaben an die tatsächliche Immissionssituation an den Bahnstrecken anpasst", sagte Kupfer im Anschluss. "Wir müssen eine schnelle Sanierung der besonders lärmgeplagten Abschnitte - unter anderem im Raum Coswig - erreichen." Außerdem müsse es möglich sein, an besonders lauten Abschnitten in Coswig und Umgebung nachts für Güterzüge ein Tempolimit einzuführen - bis andere Maßnahmen zum Lärmschutz umgesetzt worden sind. Dies soll nun geprüft werden.

Darüber hinaus soll es weiter führende Gespräche in den Fachgremien geben, wie der Lärmschutz an Bahn-trassen in Sachsen verbessert werden könnte. Die Bahn hatte sich mit der Schaffung des Lärmmanagerpostens im Juli zum Ziel gesetzt, bis 2020 den Schienenlärm im Vergleich zum Jahr 2000 bundesweit zu halbieren. Dabei könne Ines Jahnel auf laufende Anti-Lärmprogramme zur Zuglärmminderung aufbauen. Die Bahn nennt hierbei etwa die Umrüstung der Güterwagen auf "Flüsterbremsen".

Im Fall des zuletzt immer wieder von Bürgerinitiative und Stadt kritisierten Bahnlärms in Coswig habe Kupfer angeregt, den dortigen Lärmschutz und entsprechende Sanierungsvorhaben auf der Prioritätenliste weiter nach vorne zu verlegen. Die ursprüngliche Bahn-Liste sei vor rund fünf Jahren erstellt worden.

Seither hat sich aber einiges getan auf Gleisen in und um Coswig. So habe sich der Lärm auf der ICE-Strecke, der "Berliner Bahn", erhöht, weil die Strecke nach Bauarbeiten nun mit 160 statt damals 80 Kilometern pro Stunde zu befahren sei.

"In Coswig und Umgebung gibt es großen Handlungsbedarf", sagte Kupfer. "In den Planfeststellungsbeschlüssen sind für die Nachtzeit teilweise extreme Belastungen von mehr als 70 Dezibel zugrunde gelegt." Der Minister schlug vor, die Geschwindigkeit der nachts fahrenden Güterzüge auf 70 Kilometer pro Stunde an der ICE-Strecke zu begrenzen und so eine Lärmreduzierung um rund drei Dezibel zu erreichen. Dies sei möglich, weil nachts weniger Züge fahren, als im Planbeschluss zur Trasse angenommen.

Das Ministerium informierte auch über erste Ergebnisse der Lärmmessungen, die Coswig vom Freistaat gefordert hatte. Experten hatten dazu an mehreren Augusttagen in Weinböhla Bahnlärm untersucht. Die Messorte seien mit der Stadt und der Bürgerinitiative Bahnemission Elbtal abgestimmt. Im Messzeitraum habe sich gezeigt, dass weder bei den Höchstgeschwindigkeiten noch bei der Zahl der Züge vorgegebene Grenzwerte für die Trasse überschritten wurden. So fahren dort nachts zirka 50 Prozent weniger Güterzüge als laut Planfeststellungsbeschluss erlaubt. Die Geräusche der Züge in Weinböhla lägen bei drei Dezibel unter den Vorgaben.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.10.2012

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