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Metal-Fans organisieren Open-Air-Festival auf dem Flugplatz in Pratzschwitz

Pirna bekommt ein kleines „Wacken“ Metal-Fans organisieren Open-Air-Festival auf dem Flugplatz in Pratzschwitz

Harte Gitarrenriffs gibt es Mitte September drei Tage lang in Pirna. Auf dem Flugplatz steigt das Metal-Festival „Odin Storm“.Mit dem Wacken Open Air hat es nicht nur die Musik gemeinsam.

Let’s Rock: Christoph Wellm und Victoria Kanzler vom Verein MeDDal Head stellen auf dem Pirnaer Flugplatz ein Metal-Festival auf die Beine.
 

Quelle: Silvio Kuhnert

Pirna.  Harte Gitarrenriffs lässt die Herzen von Metal-Fans schneller schlagen. Das wissen die neun Mitglieder des Vereins „MeDDal Heads“ ganz genau. Denn wie ihr Vereinsname verrät, sind sie Metaller und organisieren ein Metal-Festival von Fans für Fans in Pirna. Mitte September heißt es auf dem Flugplatz in Pratzschwitz: „Let’s rock!“. Denn dann lassen es 24 Bands drei Tage lang ordentlich krachen.

„Die Idee ist bei einem Bier entstanden. Florian Koksch, unser Vereinsvorsitzender, und ich haben uns in einem Dresdner Studentenclub kennengelernt“, berichtet Christoph Wellm. Der Physikstundent schnappte eine Unterhaltung von Kommilitonen auf, die er bis dahin noch nicht kannte. „Flo erzählte, dass er gern ein Festival organisieren möchte. Ich habe mich in das Gespräch dann eingeklinkt. Das war sozusagen die Initialzündung“, erinnert sich der 26-Jährige.

Dies geschah im August vergangenen Jahres. Florian und Christoph blieben in Kontakt. Ab September kam es zu regelmäßigen Treffen und weitere Mitstreiter gesellten sich hinzu. Die Idee für ein Open-Air-Festival nahm immer mehr gestalt an. Sie gründeten einen Verein und begannen mit den Vorbereitungen für „Odin Storm“. „Wir haben das Festival speziell auf Pagan, Black und Death Metal ausgerichtet“, informiert Wellm. Metaller kennen die feinen Unterschiede der verschiedenen Genres. Nicht-Metallern sei gesagt, dass all diese Metal-Richtungen eines gemeinsam haben: E-Gitarre, Bass und Schlagzeug, die zum Headbangen animieren. Ein Punkt ist den Studenten dabei wichtig. Neben in der Metalszene bekannte Gruppen wollen sie mit dem Fest auch lokalen Bands eine Plattform bieten.

Zum größten Heavy-Metal-Festival der Welt hat sich das Wacken Open Air („W:O:A“) in Schleswig-Holstein entwickelt. Dort pilgern am ersten Augustwochenende jährlich rund 85000 Hard-Rock-Fans hin. Die Frage, ob „Odin Storm“ ein weiteres „W:O:A“ werden soll, ruft ein Lächeln hervor. „Wacken ist für uns schon ein Vorbild. Sie haben dort auch einmal ganz klein angefangen und sind von Jahr zu Jahr gewachsen“, sagt Christoph. In der Entstehungsgeschichte weisen beide schon jetzt eine Gemeinsamkeit auf: Die Idee zum Wacken-Festival ist ebenfalls bei einem Bier in der Kneipe entstanden. Aber auf die Dimensionen ihres Vorbildes wollen die Mitglieder von „MeDDal Heads“ nicht wachsen. „Unser Ziel ist es, ein jährliches Fest zu etablieren“, informiert Wellm. Es soll eine Größe annehmen, dass es sich finanziell selbst tragen kann. „Wir wollen kein Geld damit verdienen“, betont Wellm. Auf 300 bis 500 Besucher hofft seine Mitstreiterin Viktoria Kanzler.

Ursprünglich wollten die Studenten das Metal-Festival in Dresden auf die Beine stellen. Als Gelände hatten sie unter anderem die Flutrinne und einen Acker ins Auge gefasst. „Aber die Plätze in der Landeshauptstadt sind nicht so optimal wie der Flugplatz hier in Pirna“, sagt Wellm. Zum einen seien die Auflagen in Dresden um einiges schärfer, andererseits gebe es auf der großen Freifläche auf Pratzschwitzer Flur kein Wohngebiet in unmittelbarer Nähe. „Und wir können hier sehr frei unser Festival-Gelände mit Bühne und Zeltplatz gestalten“, so Wellm.

Der Startschuss fällt am Freitag, 16. September. „Um 17 Uhr spielt die erste Band. Es lohnt sich pünktlich zu sein“, meint Kanzler. Karten für das dreitägige Rockspektakel sind über den Verein erhältlich.

Metal-Festival „Odin Storm“

Das Rock-Festival auf dem Flugplatz Pirna-Pratzschwitz steigt vom 16. bis 18. September.

Am Freitag geht es mit folgenden Bands los: Lupan, Dawn of the Unleashed, Craving, Surface, Thorondir, Grabak, Odium Scortari

Sonnabend geht es ab 13 Uhr mit folgenden Bands weiter: And Still I Chase The Sun, Ravenpath, Saxnot, Waldtraene, Mandragora Thuringia, Starless Aeon, Strydegor, Wintarnaht, Thrudvangar, Urschrei, Mornir

Sonntag spielen folgende Bands von 13 bis gegen 18.40 Uhr: In Demoni, Agony, Gemini Berserk, Through Carnage, Zeit, No One’s Revenge

Tickets: Die Tageskarte für Freitag und Sonnabend jeweils 20, am Sonntag 15 Euro, das Wochenendticket 35 zzgl. fünf Euro Müllpfand

Alle Infos: www.odin-storm.de

Von Silvio Kuhnert

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