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Merkurtransit: Seltenes Himmelsschauspiel lässt sich gut beobachten

Merkur wandert an der Sonne vorbei Merkurtransit: Seltenes Himmelsschauspiel lässt sich gut beobachten

Es gibt Himmelsschauspiele, welche noch seltener zu sehen sind als Sonnen- oder Mondfinsternisse. Dazu gehören sogenannte Transite – Vorübergänge der beiden inneren Planeten Merkur und Venus vor der Sonne.

Der Venustransit am 6. Juni 2012. Fünfmal kleiner als Venus erscheint Merkur vor der Sonne. Eine Beobachtung ohne optische Hilfsmittel ist nicht möglich.

Quelle: Heiko Ulbricht

Radebeul. Es gibt Himmelsschauspiele, welche noch seltener zu sehen sind als Sonnen- oder Mondfinsternisse. Dazu gehören sogenannte Transite – Vorübergänge der beiden inneren Planeten Merkur und Venus vor der Sonne. Hin und wieder werden diese Ereignisse auch „Durchgänge“ genannt.

Heute ist es mit einem derartigen Ereignis wieder soweit: Dann wandert der sonnennächste Planet, der Merkur, als kleiner dunkler Punkt vor unserem Tagesgestirn vorüber. Letztmals ereignete sich ein Merkurtransit über Mitteleuropa am 7. Mai 2003.

Warum sind derartige Ereignisse so selten? Merkur ist ein innerer Planet, das heißt, er bewegt sich innerhalb der Erdbahn um die Sonne. Für einen Umlauf um die Sonne benötigt er 88 Erdtage. In dieser Zeitspanne hat die Erde jedoch nur etwa ein Viertel ihres Weges um die Sonne zurückgelegt – man kann nun leicht errechnen, dass der Merkur die Erde nach jeweils 116 Tagen auf der Innenbahn überholt.

Alle 116 Tage steht der Planet somit in unterer Konjunktion zur Sonne, das heißt, er befindet sich zwischen Sonne und Erde. Nun könnte man meinen, Merkur müsste also jeweils nach 4 Monaten immer wieder vor der Sonne sichtbar werden, jedoch ist dies nicht der Fall. Der Grund ist die Neigung der Bahn des Merkur gegenüber der Erdbahnebene. Diese Neigung beträgt sieben Grad, was nichts anderes bedeutet, als dass Merkur meist deutlich ober- oder unterhalb der Sonne in unterer Konjunktion steht. Um vor der Sonne sichtbar zu sein, muss er also zwei Bedingungen erfüllen: Position in unterer Konjunktion und gleichzeitig die Bahnebene der Erde kreuzen oder im Knotenpunkt stehen, dem Schnittpunkt der Merkurbahn mit der Erdbahnebene. Genau diese beiden Bedingungen sind am Montag erfüllt.

Genau betrachtet gehören Merkurtransite ebenso wie Transite der Venus und Sonnenfinsternisse zu den Finsterniserscheinungen. Merkur bedeckt jedoch nur 0,004 Prozent der Sonnenscheibe, was keinerlei Abschwächung des Sonnenlichts im visuellen Bereich erzeugt. Mit modernen Detektoren kann man die geringe Wirkung jedoch ohne Mühe messen.

Heiko Ulbricht

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