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Meißner Notunterkunft für Asylbewerber bleibt

Meißner Notunterkunft für Asylbewerber bleibt

Meißen. Die Meißner Notunterkunft für Asylbewerber bleibt wohl länger bestehen als ursprünglich angekündigt. Am Freitag hieß es noch in einer Mitteilung aus dem Rathaus, dass die Turnhalle der Fachhochschule nur bis zum heutigen Dienstag als Erstankunft für Asylbewerber vor allem aus dem Kosovo und Albanien fungieren soll.

"Wir halten uns das offen", antwortete Ingolf Ulrich, Sprecher der zuständigen Landesdirektion Sachsen, hingegen gestern auf eine entsprechende Anfrage der DNN. Wann die Notunterkunft geräumt werden kann, hänge auch von der Entwicklung in "anderen Objekten" ab.

Weil die Erstaufnahme in Chemnitz mit ihren Außenstellen in Schneeberg und Görlitz hoffnungslos überlastet ist, hat der Freistaat am Freitag in der zu seinem Besitz gehörenden Turnhalle in Meißen eine Notunterkunft für bis zu 250 Personen eingerichtet. Derzeit leben dort 91 Menschen, etwa zwei Drittel davon sind Familien. Ob und wann Bewohner hinzukommen, konnte gestern niemand bei der Landesdirektion sagen. Auch ein endgültiges Datum für die Aufhebung der Notunterkunft gibt es nicht.

Immerhin weiß man jedoch in der Landesdirektion, dass eine Unterbringung in einer Turnhalle - ohne jegliche Privatsphäre - "abgesehen von Zelten die schlechteste Lösung" ist, wie Ulrich sagt. So schwierig die Umstände sind, habe man in Meißen aber bisher gute Erfahrungen gemacht. Günstig sei, dass die unter der Turnhalle gelegene Kantine die Versorgung der Asylbewerber sichern kann. Außerdem hätten das Deutsche Rote Kreuz, das die Asylbewerber betreut, und ein kurzfristig engagierter Wachschutz die Arbeit ohne Probleme aufgenommen. Die Landesdirektion sei mit einem Betreuer in der Notunterkunft vertreten.

Bei 20 der untergebrachten Asylbewerber handelt es sich um Kinder bis zum Alter von 14 Jahren. Umso erfreuter zeigte man sich in der Turnhalle, als am Wochenende Meißner spontan vorbeikamen und Spielsachen spendeten. Außerdem hilft den Asylbewerbern, dass ihnen das Direktorium der Fachhochschule die Nutzung des Sportplatzes erlaubt hat. Der Alltag sei entsprechend "relativ entspannt", wie Ulrich sagt. Die Polizei habe nicht vorfahren müssen. Lediglich ein paar ärztliche Einsätze habe es gegeben, vor allem, um Erkrankungen zu heilen, die sich zumeist die Kinder während der strapaziösen Anreise aus dem Balkan zugezogen haben.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.02.2015

Uwe Hofmann

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