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Meißner Lichterkette als Signal für Menschenrechte

Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit Meißner Lichterkette als Signal für Menschenrechte

Die Initiative Meißen Miteinander ruft alle Meißner dazu auf, nächsten Donnerstag, 17.30 Uhr, eine Lichterkette über die Altstadtbrücke zu bilden. Man wolle damit ein leuchtendes Zeichen dafür geben, dass das mediale Bild vom dunklen Meißen nicht den Tatsachen entspreche.

Initiatorin Ute Czeschka, Schülerin Laila Ipekli vom Franziskaneum, Afranerin Lena Eisold und Walter Hannot rufen zur Meißner Lichterkette an der Altstadtbrücke auf.

Quelle: Uwe Hofmann

Meißen. Die Initiative Meißen Miteinander ruft alle Meißner dazu auf, nächsten Donnerstag, 17.30 Uhr, eine Lichterkette über die Altstadtbrücke zu bilden. Man wolle damit ein leuchtendes Zeichen dafür geben, dass das mediale Bild vom dunklen Meißen nicht den Tatsachen entspreche, begründet Ute Czeschka, die die Aktion gemeinsam mit Walter Hannot initiiert hat. Eine kleine Gruppe von Meißnern habe dafür gesorgt, dass das Ansehen der Stadt gesunken sei, meint sie, nun wolle man demonstrieren, dass die große Mehrheit für Weltoffenheit und Toleranz stehen.

Das Datum für die Aktion ist bewusst gewählt, ist doch der 10. Dezember der Tag der Menschenrechte. "Jeder, der sich mit der Erklärung der Menschenrechte einverstanden sieht, ist uns willkommen", sagt Czeschka. Diese Worte sind auf die Initiative Heimatschutz gewidmet, eine Meißner Gruppierung, die zu asylkritischen Demonstrationen aufruft, zuletzt gestern gegen "Politikversagen" vor dem Rathaus Coswig. Auch dort versucht sich ein breites bürgerschaftliches Bündnis mit einer Lichterkette abzugrenzen. Den Aufruf zur Meißner Lichterkette hat paradoxerweise die Initiative Heimatschutz auf der eigenen Facebookseite übernommen. "Wir können nicht ausschließen, dass Mitglieder der Initiative Heimatschutz sich beteiligen - das wollen wir auch gar nicht, weil wir nicht ausgrenzen wollen", sagt Czeschka. Aber das Zeigen von Bannern und Fahnen wolle man verhindern.

Die Aktion unterstützen zahlreiche Unternehmen und Einzelpersonen, auch die Schüler der Gymnasien St. Afra und Franziskaneum haben ihr Kommen zugesagt. Das hilft, das ehrgeizige Ziel der Initiative zu erreichen. Geplant ist, wenigstens die Altstadtbrücke von Brückenkopf zu Brückenkopf zu überspannen, Idealvorstellung wäre es aber, wenn die Kette von dort bis zur neuen Brücke, über die Elbe und von dort zur Altstadtbrücke zurück gehen würde. 1500, 2000 Menschen werde man dafür wohl benötigen, schätzt Czeschka.

Sie kann ihre Kritik an Oberbürgermeister Olaf Raschke (parteilos) nicht verbergen. Der OB hat in der Vergangenheit vermieden, Position zu beziehen, weil er für alle Meißner da sei, wie er sagt. Immerhin unterstütze er die Menschenkette, sagt Initiator Walter Hannot. "Es handelt sich um ein bürgerschaftliches Engagement, dass es nicht geben würde, wenn die Politik mehr Initiative gezeigt hätte", sagt er.

U. Hofmann

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