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Meißner Brandstifter muss drei Jahre ins Gefängnis

Laubenbrände Meißner Brandstifter muss drei Jahre ins Gefängnis

Die Kleingärtner des Kleingartenvereins Meißen-Bohnitzsch erlebten am 30. Juli dieses Jahres eine böse Überraschung. In der Nacht standen zwei Lauben in Flammen und brannten komplett aus. An zwei weiteren Gartenhäuschen war ebenfalls gezündelt worden, glücklicherweise waren hier die Flammen von allein wieder erloschen.

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Quelle: dpa

Meißen/Dresden. Die Kleingärtner des Kleingartenvereins Meißen-Bohnitzsch erlebten am 30. Juli dieses Jahres eine böse Überraschung. In der Nacht standen zwei Lauben in Flammen und brannten komplett aus. An zwei weiteren Gartenhäuschen war ebenfalls gezündelt worden, glücklicherweise waren hier die Flammen von allein wieder erloschen. Der Feuerteufel wurde noch in der Nacht gestellt. Jan H. wanderte in Untersuchungshaft und musste sich gestern wegen Brandstiftung vor dem Dresdner Amtsgericht verantworten. Der 35-Jährige legte in der Verhandlung ein umfassendes Geständnis ab – ein Sinneswandel, bei seinen Polizeivernehmungen hatte er noch gemauert.

Gestern räumte er die Vorwürfe ein, konnte aber nicht recht erklären, warum er gezündelt hatte.„Ich weiß nicht, warum ich das getan habe, es tut mir so leid.“ Am Alkohol kann es nicht gelegen haben. So betrunken, wie er erzählte, war er nicht, das hatte der Alkoholtest ergeben. Jan H. begründete die Taten mit private Problemen, die er mit seinem Mitbewohner gehabt habe. Auch an jenem Tag habe man sich gestritten, deshalb sei er in die Gartenanlage gefahren, um dort einen ehemaligen Kollegen zu besuchen. „Es war ein schöner Tag, ich fühlte mich so gut wie lange nicht.“ Bis die Stimmung nach einem Streit zwischen ihm und einer Bekannten des Kollegen kippte. Jan H. verließ den Garten, lief durch die Anlage und der ganze Ärger kam wieder hoch. Er zündete sich eine Zigarette an und mit dem Feuerzeug dann die Tür einer Laube. Die Flamme ging wieder aus. Jan H. blieb hartnäckig und nahm sich die Lauben der Nachbargärten vor – entzündete in einer Sitzauflagen, an der nächsten die Tür. „Dabei explodierte das Feuerzeug in meiner Hand und rutschte unter den Türspalt.“ Beide Gartenhäuser brannten nieder. Der Angeklagte zündelte trotzdem weiter und brannte im nächsten Garten einen Sonnenschirm an.

Der 35-Jährige hat seinen ganzen privaten Frust einfach am Eigentum anderer Leute abgeladen. Der Sachschaden war erheblich. Die Gärten gehören oft älteren Leute, die kräftemäßig und finanziell oft gar nicht in der Lage sind, die Lauben neu aufzubauen. Und was wäre gewesen, wenn Menschen darin geschlafen hätten? Jan H. hat jetzt viel Zeit darüber nachzudenken. Er wurde zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt.

Von Monika Löffler

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