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Meißen übernimmt Tourist-Info – Stadtmarketingamt wächst

Tourismusmarketing Meißen übernimmt Tourist-Info – Stadtmarketingamt wächst

Da fiel eine Last von Sieglinde Ziegers Schultern: „Für den Tourismusverein wird das Leben künftig einfacher sein“, sagt die Vereinsvorsitzende. Er müsse nun weder die alleinige Verantwortung für das erfolgreiche Werben um Touristen tragen, noch sich um das Wohl von Mitarbeitern kümmern. Der Grund: Die Touristeninformation in Meißen ist ab sofort städtisch.

Symbolisch hat Sieglinde Zielger vom Tourismusverein einen schmucken Schlüssen an Meißens Stadtmarketing-Chef Christian Friedel übergeben. Tatsächlich geht es um die Verantwortung für die Meißner Tourist-Info.

Quelle: Uwe Hofmann

Meißen. Da fiel eine Last von Sieglinde Ziegers Schultern: „Für den Tourismusverein wird das Leben künftig einfacher sein“, sagt die Vereinsvorsitzende. Er müsse nun weder die alleinige Verantwortung für das erfolgreiche Werben um Touristen tragen, noch sich um das Wohl von Mitarbeitern kümmern. Der Grund: Die Touristeninformation in Meißen ist ab sofort städtisch. Seit 2004 hatte der von Ehrenamtlichen geführte Verein die Infostelle mit sechs Angestellten geführt, am Freitag ist sie nun im Anfang des Jahres geschaffenen Amt für Stadtmarketing aufgegangen.

2004 ist der Verein eingesprungen, als sich „die Stadt in äußerst schwierigem Fahrwasser befand“, wie Oberbürgermeister Olaf Raschke (parteilos) erinnert. Damals war die Tourismusgesellschaft Pleite, die von ihr betriebene Tourist-Information stand vor dem Aus. Für eine Stadt wie Meißen, in der die Tourismusbranche immer ein kräftiges Wörtchen mitredet, eigentlich undenkbar. Deshalb sprang der Verein ein, und wurde, da sich eine Beratungsstelle für Touristen nicht wirtschaftlich tragen kann, jährlich mit Beträgen zwischen 50 000 und 70 000 Euro aus der Stadtkasse bezuschusst.

Damit ist es nun vorbei, weil Meißen sich seit der Ankunft von Marketing-Mann Christian Friedel vor etwa einem Jahr stärker in der Eigenvermarktung engagieren will. Er hat nach der Übernahme der Info-Mitarbeiter in das von ihm geführte Amt nunmehr knapp 20 Mitarbeiter unter sich. Für seine neue Abteilung hat er „schon viele Ideen“, wie er sagt. So wolle man einen Messestand anschaffen, auf denen man vor allem auf kleinen regionalem Messen um Besucher aus umgebenden Regionen werben will. Die großen Messeauftritte, etwa auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin, werde man auch künftig gemeinsam mit dem Tourismusverband Sächsisches Elbland absolvieren. Dort seien eigene Messeauftritte schlicht nicht zu bezahlen.

Außerdem habe man bereits neue Werbeprospekte auf den Weg gebracht. Zudem denke man über neue Angebote wie die in dieser Saison gestartet Bierführung durch Meißen nach, mit der sich die Stadt von der Masse regionaler Ausflugsziele herausheben kann. „Wir wollen im Amt mehr aus Meißen herausholen“, sagt Friedel. Wie hoch sein Tourismusbudget ist, mit dem er diesen Plan angehen kann, verrät er allerdings nicht. Es sei kein „Monster-Budget“, aber ordentlich genug, damit man damit arbeiten kann.

Und der Tourismusverein? Der soll nach dem gemeinsamen Wunsch von OB Raschke und Vorsitzender Zieger künftig vor allem als Sprachrohr der Tourismusbranche fungieren. „So war er schließlich auch mal gedacht“, sagt Zieger. Sie hat im letzten halben Jahr noch anstrengende Wochen hinter sich gebracht, um die Übergabe vorzubereiten. Mehr als 200 Verträge habe man neu fassen müssen – alles während des laufenden Betriebes. Mit der Touristinfo, das verdeutlicht diese Zahl, übernimmt Meißen ein ganzes touristisches Netzwerk und Mitarbeiter, die teilweise schon in den 1980er Jahren in der Branche tätig waren.

Sie vermitteln im Jahr etwa 1300 Gästeführungen durch Meißen, haben dazu eine Vielzahl von Stadtführern zur Verfügung. Weiterhin haben sie im vergangenen Jahr rund 1600 Infopakete mit Broschüren an Adressaten versandt und damit ihren Teil zu den rund 130 000 gewerblichen Übernachtungen beigetragen.

Von Uwe Hofmann

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