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Meißen profitiert weiter von der Sammlung Horn

Meißen profitiert weiter von der Sammlung Horn

Meißen. Sie sind ein Glücksfall für die Stadt Meißen, ein wohl niemals versiegender Quell von guten Taten. Die Rede ist von den Sammlungen des einstigen Meißner Weinhändlers, Kunstliebhabers und Sammlers Otto Horn.

Sie sind in ihrem Gesamtwert kaum schätzbar.

Eigentümer und zugleich Hüter der Schätze des am 7. Mai 1945 durch Freitod Gestorbenen ist nach dessen testamentarisch festgelegtem Willen die Emma und Otto-Horn Stiftung mit Sitz in Meißen. Die Arbeit der Stiftung ist darauf gerichtet, mit dem Stiftungsvermögen Gutes für die Stadt und die Region Meißen und deren Einwohner zu tun. Denkmalspflege, Erziehung, kulturelle Zwecke und Altenhilfe sind die Schwerpunkte.

Zuletzt ermöglichte die Stiftung dem Meißner Stadtmuseum den Erwerb einer Grafikfolge von Wolfgang Hänsch. Im Klipphausener Ortsteil Burkhardswalde unterstützt sie einen Verein, der sich die Erhaltung des Steinguts, einer mittelalterlichen Burganlage, zur Aufgabe gemacht hat. Das sind lediglich zwei aktuelle Beispiele, die für weitere stehen.

Als eine ganz enorme, über mehrere Jahre hinweg sprudelnde Quelle zur Mehrung des Stiftungsvermögens hat sich inzwischen der Verkauf der Hornschen Sammlung von Münzen und Medaillen erwiesen. Das renommierte Osnabrücker Münzhaus Fritz Rudolf Künker hat von der Stiftung mehr als 30 000 Münzen und Medaillen erworben, mit der Verpflichtung, diese bis Ende 2016 zu verkaufen beziehungsweise zu versteigern. Inzwischen wurde ein erster Teil der Sammlung versteigert. Das Ergebnis übertraf alle Erwartungen. Weil Künker im Kaufvertrag eine entsprechende Verpflichtung eingegangen war, folgte dem Kaufpreis deshalb Ende vergangenen Jahres noch ein Nachschlag in Höhe von rund 200 000 Euro. Das Geld sei inzwischen gut angelegt, versicherte Stiftungsverwalter Tom Lauerwald.

Bald wird mit Bestimmtheit ein zweiter, vermutlich noch größerer "warmer Regen" auf die Hornsche Stiftung niedergehen. Am Donnerstag kommt ein zweiter Teil der Sammlung mit insgesamt 385 Münzen und Medaillen auf der Berlin Auktion 2015 bei Künker zur Versteigerung. Deren Schätzwert wird vom Auktionshaus mit 940 000 Euro angegeben. Mit einem zur ersten Versteigerung vergleichbaren Erfolg kann gerechnet werden. Der Ertrag wird für die Stiftung dann noch höher ausfallen, weil Künkers Ansprüche in Höhe von 500 000 Euro gemäß Kaufvertrag bereits mit dem Ertrag der ersten Versteigerung voll abgegolten werden konnten. So jedenfalls argumentiert der Stiftungsverwalter.

Doch die Erfolgsstory geht für die Meißner noch weiter. Auch der Erlös aus dem Verkauf des nicht eben kleinen "Restes" von rund 29 000 Münzen und Medaillen fließt ebenfalls an die Elbestadt. Hier gilt die Einschränkung, dass dieser Rest rein wertmäßig nicht annähernd an die Summe des in den ersten beiden Versteigerungen Erreichten kommen wird. Das Beste ist eben weg.

www.hornstiftung-meissen.de

www.kuenker.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.01.2015

Peter Weckbrodt

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