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Meißen ermittelt finanziellen Schaden und bietet Hilfsmaßnahmen an

Meißen ermittelt finanziellen Schaden und bietet Hilfsmaßnahmen an

Meißen. Das Elbehochwasser weicht, die Elbtalbrücke ist wieder für den Verkehr freigegeben - Meißen räumt auf. Während Ehrenamtliche vom Technischen Hilfswerk (THW) gestern wieder Wassermassen von den Straßen in die Elbe pumpten, stapelten Ladenbesitzer, Hauseigentümer, Mieter und viele Freiwillige in der Altstadt Sperrmüll an den Straßen, säuberten Schaufenster und Geschäfte.

Auch Rettungskräfte tummeln sich auf Straßen und Plätzen.

Die Mitarbeiter des Eiscafés Venezia hatten ebenfalls alle Hände voll zu tun. Wurde das Stadtmuseum gegenüber bereits am Vortag fast trockengelegt, wartet man dort noch darauf, dass der Keller ausgepumpt wird. Sobald THW und Feuerwehr die Unterbauten von den höher liegenden benachbarten Häusern trockengelegt haben, soll es losgehen.

Bis dahin schrubben die Mitarbeiter noch den Dreck vom Hochwasser aus der Gaststätte und putzen das, was ihnen die Fluten ließen. Dennoch müssen Tische, Stühle und Teile der Einrichtung vermutlich ersetzt werden. "Wie viel das kosten wird, weiß ich nicht", sagt Café-Leiter Andreas Grochowalsky. "Preiswerter als 2002 wird das sicher nicht, alles ist doch seither teurer geworden." Nach der Flut vor elf Jahren wurde das Café innerhalb von drei Monaten renoviert.

"Wenn es gut läuft, öffnen wir im Juli wieder", so Grochowalsky. Um die Saison noch zu retten, setzt das Café am Heinrichsplatz demnächst vor allem auf Außenbewirtschaftung. "Für die Erlaubnis haben wir bis Oktober bezahlt", so Grochowalsky. Womöglich wird den betroffenen Restaurants, Cafés und Kneipen aber die Gebühr für drei, vier Monate erstattet. Oberbürgermeister Olaf Raschke (parteilos) deutete gestern an, dass morgen darüber im Verwaltungsausschuss beraten werde.

Darüber hinaus können seit gestern auch Gewerbetreibende die Soforthilfen des Freistaats beantragen. Für Haushalte wurde das Nothandgeld bereits in den Vortagen an 76 Meißner ausgezahlt. Die Stadt stelle außerdem weiter trockene Räumlichkeiten zur Verfügung. Kunden der Meißner Stadtwerke GmbH erhalten eine Gutschrift von 150 Euro, um ihre Wohnräume "trocken zu heizen". Noch haben aber mehrere der von der Flut betroffene Gebiete keinen Strom.

Zu den Schäden konnte Raschke gestern noch nichts Konkretes sagen. "Die Räume sind jetzt nass und es gibt zweifellos große Schäden in den Geschäften, aber anders als 2002 können viele wohl bald wieder öffnen", sagte er. Ein wichtiger Grund dafür sei, dass man in Meißen schon früh gewarnt hatte, dass mit einer ähnlich schlimmen Flut zu rechnen sei wie 2002. So hätten viele noch rechtzeitig große Teile ihres Inventars in Sicherheit bringen können.

Mitarbeiter der Stadt seien nun dabei, die Schäden aufzunehmen, um danach auch Fördermittel für den Wiederaufbau beantragen zu können. Nach der Flut 2002 wurden allein an kommunalem Eigentum 35 Millionen Euro Schäden verzeichnet. Infolge des Hochwassers der vergangenen Tage sind die beiden noch geschlossenen Kitas Sonnenschein und Nassaumücken beschädigt, ebenso das Stadtmuseum, Verwaltungsgebäude und zum Beispiel das Theater Meißen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.06.2013

Stephan Klingbeil

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