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Meißen birgt historischen Straßenbahnwagen, der 80 Jahre als Heulager diente

Meißen birgt historischen Straßenbahnwagen, der 80 Jahre als Heulager diente

Meißen. "Vielleicht wächst da ein neues Highlight für Meißen heran", meint Oberbürgermeister Olaf Raschke (parteilos). Zumindest besinnt sich die Porzellanstadt auf ihre Straßenbahntradition.

Auf einem Grundstück in Keilbusch schlummerte 80 Jahre lang, was in den Augen von Straßenbahnfreunden nichts anderes als ein Schatz ist: der Beiwagen Nummer 14, so wie er früher einmal zwischen dem Bahnhof und der Altstadt auf dem 6,45 Kilometer langen Meißner Straßenbahnnetz unterwegs war. Das geht auf das Jahr 1899 zurück. 1936 wurde aus wirtschaftlichen Gründen die Personenbeförderung eingestellt, bis 1968 dienten die Straßenbahngleise noch für den Güterverkehr. Eine dafür eingesetzte Lok hat Meißen bereits 2012 aus dem Dresdner Verkehrsmuseum erhalten. Sie steht seither auf dem Gelände des Bauhofs an der Jaspisstraße.

Dorthin soll auch der Wagen Nummer 14 Anfang September gelangen. Gerade noch rechtzeitig, wenn man bedenkt, dass Heide Jenschmischek schon Anfragen aus Döbeln und Riesa für das museale Stück erhalten hat. Sie hat das Keilbuscher Grundstück 1985 gekauft und von der Vorbesitzerin die Geschichte der dort stehenden zwei Straßenbahnwagen gehört. Sie sollen in den 30er Jahren ausgemustert und auf das Gelände verbracht worden seien. Dort dienten sie als Lager für Heu, Stroh und Holz. Ein Triebwagen ging bereits 2003 nach Döbeln, wo er für die dortige Pferdebahn restauriert wurde. Dieses Schicksal bleibt dem Wagon nun erspart. "Ich dachte, der gehört doch nach Meißen", sagt Jenschmischek. Für die Gabe verlangt sie lediglich, dass die Stadt den Schuppen wieder instand setzt, in den der Wagon bisher eingebaut war.

Offen ist noch, was mit diesem weiter passiert. Vom Aufbau eines Straßenbahnmuseums will OB Raschke zum derzeitigen Zeitpunkt nichts wissen. Dabei sei man andererseits in Gesprächen, zwei in den Kriegswirren an die Ostsee gelangte Loren der Meißner Güterstraßenbahn wiederzuerlangen. Außerdem sollen bei künftigen Straßenarbeiten im Triebischtal in der Erde schlummernde Gleise geborgen werden, so dass das Aufstellen der Wagons möglich wird.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.08.2014

Uwe Hofmann

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