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Meißen bekommt „Jedermann“-Premiere

Burgfestspiele Meißen bekommt „Jedermann“-Premiere

Jetzt bekommt Meißen seinen „Jedermann“. Die Aufführung von Hugo von Hofmannsthals Klassiker war der erste Wunsch, der ihm nach seinem Antritt als Landesbühnen-Intendant aus der Porzellanstadt angetragen wurde, sagt Manuel Schöbel.


Quelle: Uwe Hofmann

Meißen. Jetzt bekommt Meißen seinen „Jedermann“. Die Aufführung von Hugo von Hofmannsthals Klassiker war der erste Wunsch, der ihm nach seinem Antritt als Landesbühnen-Intendant aus der Porzellanstadt angetragen wurde, sagt Manuel Schöbel. Das Stück wurde bei den ersten Burgfestspielen 1925 aufgeführt, zum 90. Jahrestag dieses Ereignisses sollte es eine Neuauflage geben. Zwar schaffte es eine Festspielgemeinschaft aus Theater Meißen samt Förderverein, Dom, Albrechtsburg und Landesbühnen, die „Neuen Meißner Burgfestspiele“ im vergangenen Jahr aus der Taufe zu heben, aus dem „Jedermann“ wurde aber erst einmal nichts. „Dafür braucht es eine erprobte Festspielgemeinschaft“, begründet Intendant Schöbel. Im ersten Jahr der Zusammenarbeit war ihm das Wagnis einer eigenen Festspielinszenierung zu groß. Stattdessen gab es den „Glöckner von Notre Dame“, der ohnehin auf der Felsenbühne Rathen lief und für die Albrechtsburg adaptiert wurde.

17. Juni, 17 Uhr: Bürgerfestumzug vom Theaterplatz zum Burghof (kostenfrei); 20.30 Uhr: „Jedermann“-Premiere im Burghof (A)

18. Juni, 17 Uhr: Vokalensemble Amarcord mit „Bendicamus Domino“ im Dom (A); 20.30 Uhr „Jedermann“ auf dem Burghof (A)

19. Juni, 11 Uhr: Open-Air-Gottesdienst für Jedermann, Burghof (kostenfrei); 20.30 Uhr „Jedermann“ (A)

21. Juni, 19.30 Uhr: „800 Jahre Dresdner Kreuzchor“, Burghof (A)

22. Juni, 20.30 Uhr: Spanische Nacht (B)

23./24. Juni, 20.30 Uhr: „Der Name der Rose“ auf dem Burghof (A)

25. Juni, 15 Uhr: „Heitere Serenade“ – Konzert mit Meißner Chören (kostenfrei)

26. Juni, 15 Uhr: „Was ihr wollt“ auf dem Burghof (B); 19 Uhr: „Simply Baroque“ – Konzert im Dom (A)

Eintritt : Preisgruppe A: 26 Euro, ermäßigt 22 Euro in Kategorie 1, 20 Euro ermäßigt 16 Euro in Kategorie 2; Preisgruppe B: 17 Euro, ermäßigt 14 Euro

Nach 4100 zahlenden Gästen und weiteren 700 beim Festumzug im vergangenen Jahr sind sich nun alle Beteiligten sicher, dass die neuen Burgfestspiele keine Eintagsfliege sind. Jetzt gibt es die eigene Inszenierung, die in diesem Jahr nur in Meißen an drei Spieltagen zu sehen ist. Schöbel verspricht eine „Fülle von barocken, heiteren, komischen Momenten“, viel Tanz und Gesang, aber auch eine zeitgemäße Auseinandersetzung mit dem Stoff – einem Mann im besten Alter, der sich mit seinem eigenen Tod konfrontiert sieht und sein eigenes Leben zu bewerten versucht. Bei einigen Aufführungen seien nur noch Restkarten zu haben, heißt es.

Weitere Höhepunkte sind der Bürgerumzug, der dieses Mal nicht am letzten Tag vom Theaterplatz zum Domplatz zieht, sondern bereits vor der Premiere des „Jedermann“ angesetzt ist. Auf diese Weise wolle man öffentlichkeitswirksam auf das etwa eine Woche lange Kulturleben auf dem Domplatz aufmerksam machen, sagt die Meißner Theater-Chefin Renate Fiedler, die in diesem Jahr die Festival-Organisation übernommen hat und ein Festbudget von 135 000 Euro verwaltet. Weiterhin sei das Jubiläumskonzert „800 Jahre Dresdner Kreuzchor“ ein „Selbstläufer“, wie Domkantor Jörg Bräunig sagt. Auch hierfür gibt es nur noch Restkarten. Was das Theater angeht sind noch zwei Gastspiele geboten, eines vom Münchner Sommertheater mit „Was ihr wollt“ – eine Wahl, die sich gut in das 400. Todesjahr von Autor William Shakespeare einfügt. Zwei Mal wird das Berliner Kriminal-Theater mit „Der Name der Rose“ zu sehen sein. Die Aktualität ist dabei eher unfreiwillig – ist doch Umberto Eco, Autor der Romanvorlage, in diesem Jahr verstorben.

Das musikalische Programm wartet mit dem Vokalensemlbe Armacord mit einer „der ersten Boybands“ auf, die aus den Thomanern hervorgegangen ist. „Neben den Prinzen natürlich“, sagt Domkantor Bräunig. Für den Abschluss hat er sich etwas besonderes ausgedacht: Bekannte Melodien aus barocker Zeit, die von Sachsens besten Barockmusikern gespielt werden. Mit Georg Friedrich Händels Melodien aus „Zadoc the Priest“ ist übrigens auch der Ursprung der Champions-League-Hymne zu hören. Außerdem gibt es eine Spanische Nacht und „Heitere Serenaden“ mit Meißner Chören.

Von Uwe Hofmann

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