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Meißen baut Kita für 1,6 Millionen €

Meißen baut Kita für 1,6 Millionen €

Meißen. Am Hainweg im Stadtteil Niederfähre/Vorbrücke entsteht neben dem Sportgelände "Heiliger Grund" eine neue Kita. Gestern wurde der symbolische erste Spatenstich gesetzt.

Von Stephan Klingbeil

Bis Herbst soll die Außenhülle fertig gestellt sein. Im Winter folge der In- nenausbau. Laut Bauleiter Sebastian Radics aus Radebeul sollen die Bau- arbeiten im kommenden April abgeschlossen sein.

"Knirpsenland" soll die neue Einrichtung heißen - genauso wie der Kindergarten in der Mannfeldstraße. Diese Kita der "DRK Senioren- und Sozialdienst gGmbH" ist nach 43 Jahren baufällig, kann so auf Dauer nicht mehr betrieben werden. Und am Hainweg stand noch die städtische Grünfläche frei. Meißen entschied sich für einen Ersatzbau dort.

"In dem Stadtteil gibt es viele Familien mit Kindern", sagt Oberbürgermeister Olaf Raschke (parteilos). "Aber es gab bisher keine Kita hier." Viele Familien seien in den Stadtteil zugezogen, dort gebe es Schulen, mehrere Freizeit- und Einkaufsmöglichkeiten. Ferner habe für den Standort "die ruhige, ungefährliche Lage" im Grünen gesprochen - bei gleichzeitiger guter Verkehrsanbindung.

Das marode Gebäude in Zscheila werde wohl nach dem Umzug abgerissen und als Wohnbauland verkauft. "Irgendwie muss man das investierte Geld auch wieder herein holen", erklärt Raschke. Der Neubau kostet rund 1,6 Millionen Euro und ist damit das größte Kita-Neubauprojekt in Meißen.

Auf der 26 Maßnahmen langen Prioritätenliste des Landkreises stand das "Knirpsenland" neben dem fertig gestellten Hortbau in Weinböhla, dem Kitaneubau in Gröditz und dem Umbauvorhaben für die Kita in Miltitz ganz oben, sagt Vize-Landrat Albrecht Hellfritzsch. Bis Ende 2013 werde der Landkreis 25 Millionen Euro in Sanierungen, Modernisierungen und Neubauten von Kitas investiert haben, bis 2020 weitere 25 Millionen Euro. "Dann sind wir auf der Höhe der Zeit." Für das neue Knirpsenland in Meißen stehen 414 000 Euro Fördermittel von Kreis und Bund bereit. "Meißen hat im Kitabereich Nachholbedarf gehabt."

Die Meißner Kitas sind derzeit fast zu 100 Prozent ausgelastet - damit steht die Domstadt ähnlich da wie Radebeul, wo es nur auf dem Papier freie Plätze gibt. In Moritzburg konnte bisher jedes dort lebende Kind einen Betreuungsplatz bekommen, heißt es dort aus dem Rathaus. Und auf Coswig trifft das ebenso zu. 71 Plätze stehen derzeit noch frei, die Auslastung liegt bei fast 95 Prozent.

Erzieher werden aber nahezu überall gesucht. So auch in der DRK-Kita Knirpsenland in Meißen. Bis Herbst 2013 sollen noch vier Stellen besetzt werden, sagt die Kita-Leiterin Vivian Lindner. Derzeit seien es 13 Erzieher.

Diese freuen sich alle sehr über den Umzug in das neue Domizil, das acht Gruppenräume, vier Schlafzimmer und "vor allem große Fenster" bekommen soll. Das eingeschossige Gebäude wird künftig 105 Kindern Platz bieten. Zwei neue Krippengruppen mit jeweils zwölf Kindern sollen die bestehenden beiden Gruppe ergänzen. Damit gebe es 48 Krippenplätze. Meißen sieht sich dann gewappnet für den ab August 2013 geltenden Rechtsanspruch auf Krippen- und Tagesmutter-Plätze.

"Anmeldungen nehmen wir aber noch nicht entgegen", sagt Vivian Lindner. Anfragen gebe es zwar schon. Aber der Neubau zwischen Weinberg, Turnhalle, Berufschulzentrum und Fußballstadion stehe eben noch nicht. Wartelisten gebe es auch nicht mehr. Mit der Einführung des Kinderpasses in diesem Jahr sei das hinfällig. Da sich Eltern so gleich nach der Geburt festlegen würden, hätten sie Gewissheit, die Kita Planungsicherheit.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 01.08.2012

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