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Meißen: Mehr als 48 Millionen Euro Schaden durch das Hochwasser

Meißen: Mehr als 48 Millionen Euro Schaden durch das Hochwasser

Frage: Das Hochwasser ist weg.Olaf Raschke: Nachdem wir in den letzten Tagen die braune Brühe in ihr Flussbett zurückgedrängt haben, läuft das Saubermachen. Es ist uns gelungen, die Stadt so zu reinigen, wie das Wasser zurückging, so dass der lehmige Schlamm nicht erst betonhart werden konnte.

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Olaf Raschke

Quelle: Uwe Hofmann

Frage: Das Hochwasser ist weg. Was ist jetzt zu tun?

Olaf Raschke: Nachdem wir in den letzten Tagen die braune Brühe in ihr Flussbett zurückgedrängt haben, läuft das Saubermachen. Es ist uns gelungen, die Stadt so zu reinigen, wie das Wasser zurückging, so dass der lehmige Schlamm nicht erst betonhart werden konnte. Wir hatten hier viele Helfer von der Bundeswehr, dem DRK, der DLRG, dem THW und anderen, ohne die wir nicht so konzentriert hätten arbeiten können. Jetzt ist es Zeit, ihnen Dank zu sagen.

Was brauchen die Meißner ihrer Meinung nach vor allem?

Wir wollen, dass die Infrastruktur wieder hergestellt wird und dass die Geschäfte so schnell es geht wieder öffnen können. Aus 2002 haben die Meißner gelernt, keine Stromanschlüsse in den Hochwasserbereich zu legen und keine Ölheizung einzubauen. Aber es gibt noch so Kleinigkeiten, die geändert werden müssen: Etwa Trockenbauten oder eine Fußbodenheizung im Erdgeschoss. Wir sollten die Kraftanstrengung jetzt nutzen, an allem, was erforderlich ist, zu arbeiten.

Gibt es noch andere Lehren?

Wir mussten sehen, dass der Schottenbergtunnel gesperrt werden musste. Es muss dort dringend der Hochwasserschutz verbessert werden, denn was nützt uns eine Brücke, wenn man sie nicht befahren kann, weil die Zufahrt gesperrt werden muss.

Wie teuer sind Flutschäden?

48 Millionen Euro, allerdings ohne die Schäden an Tunnel, Bundes- und Staatsstraßen.

Wie verhält sich das im Vergleich zu 2002?

2002 hat uns das Wasser überrascht, erst von der Triebisch, dann von der Elbe. Wir hatten keinen Hochwasserschutz und keine Vorwarnung. Der Schaden war immens höher. Der Hochwasserschutz, den wir jetzt haben, hat zumindest dazu gedient, dass die Einwohner ihre Sachen aus dem Erdgeschoss in obere Etagen schaffen konnten. Über eine höhere Schutzwand wird diskutiert, aber sie hätte 2,50 Meter höher sein müssen, um die diesjährige Flut abzuhalten.

Viele Altstadtbewohner saßen tagelang in ihren überfluteten Wohnhäusern. Haben sie je über Zwangsevakuierungen nachgedacht?

Wenn Menschen persönlich betroffen sind, dann hilft es ihnen nicht, wenn wir sie zwingen, ihre Häuser zu verlassen. Wichtig war, dass wir ihnen gesagt haben, dass unsere Hand helfend ausgestreckt ist, wenn sie es nicht mehr aushalten. Zum Glück hatten wir keinen Dammbruch, dann hätte man schnell evakuieren müssen, vielleicht wäre dann Zwang nötig gewesen.

Was sagen sie zu den Unkenrufen, die für die nächsten Monate ein schlechtes touristisches Geschäft voraussagen?

Schon als der Pegel noch stieg, habe ich gesagt, dass das Wasser irgendwann weg und die Stadt wieder sauber sein wird. Ich bin hochbegeistert, wie sehr alle angepackt haben, damit die Stadt wieder schön aussieht. Und unsere Highlights wie Dom, die Porzellanmanufaktur oder die Weinberge waren auch gar nicht betroffen. Wir zeigen unseren Besuchern gern die Hochwassermarken, aber wir sind froh, wenn sie kommen, und wir ihnen ein Glas Wein anbieten können. Gespräch: Uwe Hofmann

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.06.2013

Uwe Hofmann

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