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Meißen: Flutschadensbeseitigung an öffentlichen Gebäuden weitgehend abgeschlossen

Meißen: Flutschadensbeseitigung an öffentlichen Gebäuden weitgehend abgeschlossen

Nach über zwei Monaten ist der Westfale Peter Gerlach schon fast zum Sachsen geworden. Auf dem Marktplatz mittlerweile bekannt wie ein bunter Hund, weiß er alle Speisekarten auswendig.

Noch besser aber kennt er nun die Gemäuer von Meißen. Unzählige Stunden hat er sie mit seinem Team getrocknet oder - falls nichts zu retten war - den Putz gleich abgeklopft. Nach 61 Tagen Arbeit à zwölf Stunden ist nun die von der Flut arg gebeutelte Stadt Meißen fast wieder trocken.

Peter Gerlach ist der Projektleiter des weltweit agierenden Unternehmens Belfor. Der Spezialist zur Beseitigung von Brand-, Wasser- und Sturmschäden wurde von der Versicherung der Stadt Meißen bestellt, um die Flutschäden an den öffentlichen Gebäuden in Ordnung zu bringen. "Entwickeln sich die Messergebnisse weiterhin so positiv, können wir die Trockner nächsten Freitag abbauen", erklärte Gerlach den DNN. Dann sei sein Auftrag erfüllt.

Insgesamt 120 Leute waren zusammen mit Gerlach in den vergangenen zwei Monaten in der Region Meißen unterwegs, um die Flutschäden an 16 öffentlichen Gebäuden zu beheben.

Allein im Meißner Theater haben die Spezialisten insgesamt 1400 Quadratmeter Putz abgeschlagen, 800 Quadratmeter Fußboden herausgenommen und 5000 Arbeitsstunden verrichtet. Die Arbeiten, bei denen 300 Geräte eingesetzt wurden, haben einen Wert von etwa einer Million Euro.

Besseres Schadenmanagement

Meißen ist kein neues Pflaster für Gerlach. Schon nach der Flut im Jahr 2002 beseitigte er hier Schäden für ein anderes Unternehmen. "Das Management nach dem Hochwasser war jetzt deutlich besser", erklärt Gerlach. Alles sei schon gereinigt gewesen. Die Menschen hätten eine gute Vorarbeit geleistet. "Wir konnten gleich mit den Analysen und den nötigen Maßnahmen beginnen." Zudem habe es deutlich weniger Schäden am Inventar gegeben. "Viele Meißner haben ihre Wertgegenstände vorher in Sicherheit gebracht", erklärte Gerlach. Beispiellos sei die Rettung der 40 000 Bücher der Bibliothek gewesen.

Gerlach hat mit seinen Leuten Fußböden herausgerissen, feuchten Putz abgeklopft und große Trockengeräte so platziert, dass der warme Fön-Wind möglichst optimal in das Gemäuer eindringen kann. Werte wie "Materialfeuchte" und "Raumfeuchte" haben regelmäßig Auskunft über seine Erfolgsquote gegeben.

Belfor war allerdings nicht nur in Meißen zu Gange. Dresden, Grimma und Halle heißen nur einige andere Einsatzorte, die im Juni verdammt nass geworden sind. Über 500 Mitarbeiter haben bundesweit die Schäden in den Hochwassergebieten beseitigt.

Gerlach hat in den vergangenen Monaten "sehr nette Menschen erlebt". Fast ist es ein bisschen schade, dass er in der nächsten Woche seine Tasche packen muss. Doch Nordrhein-Westfalen ist ja auch schön.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.08.2013

Katrin Tominski

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