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Mehr Diebstähle im Dippser Revier:Anstieg bei Einbrüchen und gestohlenen Fahrzeugen

Mehr Diebstähle im Dippser Revier:Anstieg bei Einbrüchen und gestohlenen Fahrzeugen

Langfinger treiben im ehemaligen Weißeritzkreis häufiger ihr Unwesen. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Diebstähle deutlich an. Allein 988 Einbrüche registrierte das Polizeirevier Dippoldiswalde.

2012 waren es 796 Fälle von so genannten besonders schweren Diebstählen. "Das ist ein Anstieg um 24,1 Prozent", sagte Andreas Mußbach, Leiter der Führungsgruppe, bei der gestrigen Vorstellung der Kriminalstatistik 2013.

Während sachsenweit im vergangenen Jahr weniger Autos geklaut wurden - im Vergleich zum Vorjahr nahm der Kfz-Diebstahl um 7,6 Prozent im Freistaat ab -, schoss die Zahl gestohlener Fahrzeuge dagegen zwischen Wilsdruff und Altenberg um 86,7 Prozent nach oben. Insgesamt 56 Vierräder und damit 26 mehr als im Jahr 2012 wurden im Dippser Revier entwendet. Elf waren es jeweils in Wilsdruff und Freital, 21 allein in Altenberg. "Hier sind die Diebe in sieben bis acht Minuten über die Grenze. Wilsdruff und Freital liegen nah an der Autobahn", erklärte Mußbach, warum die drei Städte Schwerpunkte bilden, wo hingegen in Tharandt, Glashütte, Dorfhain und Klingenberg kein Auto gestohlen wurde.

Gauner hauten mit Fahrzeugen nicht nur ab, sondern machten sich auch an und in ihnen zu schaffen. Einbrüche in Pkws und Laster nahmen um 43,4 Prozent zu beziehungsweise stiegen um 46 auf 152 Fälle im Vergleich zu 2012 an. Mit 50 Delikten dieser Art führt Wilsdruff die Statistik deutlich an, gefolgt von Freital und Bannewitz mit jeweils 20. "Lassen sie keine Taschen und Wertgegenstände im Fahrzeug liegen", appelliert daher Wolfgang Lehmann, Leiter des Kriminaldienstes.

Bei einem Einbruch muss alles schnell und leise über die Bühne gehen. Hindernisse schrecken Einbrecher ab. "Abends sollte man daher die Fensterjalousien vor allem im Erdgeschoss herunterlassen. Das mache ich immer", rät Lehmann. Deutlich nach oben gegangen ist auch die Zahl der Fahrraddiebstähle. Drahtesel seien relativ teuer, der Diebstahl ein lukratives Geschäft, so Lehmann. Besonders Freital sticht als eine Hochburg von Raddieben hervor. Viele dieser Straftaten stehen im Zusammenhang mit Beschaffungskriminalität. Etliche Fahrraddiebe benötigen Geld für Drogen.

Auf den ersten Blick scheinen Rauschgiftdelikte auf dem Rückmarsch zu sein, und zwar deutlich um 45,3 Prozent. "Das ist nur statistisch so, in der Realität aber nicht", so Lehmann. Seit vergangenem Jahr werden Drogendelikte anders erfasst. In die Statistik gehen nur noch jene Fälle ein, bei denen konkret Rauschmittel gefunden wurden, nicht mehr jene, bei denen jemand mit einem Drogentest auf den Konsum von Rauschmitteln positiv getestet wurde. "Auch diese Taten werden weiter verfolgt", so Lehmann.

Im vergangenen Jahr registrierten die rund 160 Beamten des Dippser Reviers insgesamt 5802 Straftaten, 1,7 Prozent mehr als 2012.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.05.2014

S. Kuhnert

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