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Maßstabsgetreu konstruiert Lajos Kovács in Graupa historische Lokomotiven

Maßstabsgetreu konstruiert Lajos Kovács in Graupa historische Lokomotiven

Der Diplomingenieur der Verkehrstechnik Lajos Kovács ist ein Mensch mit hohem technischen Sachverstand und wahrhaft goldenen Händen. In seiner kleinen Kellerwerkstatt im Graupaer Eigenheim lässt er Modelleisenbahnfahrzeuge entstehen, die in Genauigkeit, Funktionstüchtigkeit und auch im Verkaufspreis keinen Vergleich auf dem Markt scheuen müssen.

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Lupe und Pinzette sind wichtige Arbeitsinstrumente für Lajos Kovács, wenn er in seiner Kellerwerkstatt in Graupa historische Lokomotiven und Wagen im Maßstab 1:120 baut.

Quelle: Peter Weckbrodt

Graupa. Der im ungarischen Murakeresztúr, direkt an der Bahnstrecke zwischen Pécs und dem Balaton Aufgewachsene setzt auf die Nenngröße TT. Hier hat er eine Marktnische entdeckt für Lokomotiven und Wagen im Maßstab 1:120 aus der Frühzeit der Eisenbahn. Die "Adler", mit der 1835 die deutsche Eisenbahngeschichte begann, steht ebenso auf seinem Produktionsprogramm wie die preußische Schnellzuglok S 1.

Mit bescheidenen fünf Exemplaren startet Kovács seine Serien, übers Internet, durch Messebesuche und über den Freundeskreis organisiert er den Verkauf. Auch bildschöne Personen- und Güterwagen, passend zu den Loks, stehen im Angebot. Alle Modelle schneidet, bohrt und lötet der 60-Jährige unter der Lupe zusammen. Qualität und Zuverlässigkeit seiner Fahrzeuge, die aus Messing sind, stehen für ihn ganz oben auf der Agenda. Für jedes Erzeugnis gibt er lebenslange Garantie. Spezielle Einzelteile, wie die Triebwerksstangen, lässt er im Ätzverfahren bei der Gaustritzer Firma "Beckert Modellbau" herstellen. Die winzigen, stets von ihm im Loktender platzierten Fahrmotoren liefert Böhme Elektromaschinen in Löbtau. Wo deren preisgünstige Erzeugnisse noch zu groß sind, wie für den Kohletender der "Adler", muss der Graupaer auf die deutlich teueren Märklinmotoren zurückgreifen.

Kovács entwickelt jedes seiner Modelle selbst, was mindestens ein Jahr dauert. Das Konstruieren hat er bei "Tillig Modellbahnen" in Sebnitz gelernt, wo er drei Jahre gearbeitet hat, nachdem sein Dresdner Volvo-Autohaus die Pforten schließen musste. So hat er sein Hobby zum Beruf gemacht. Die handwerklichen Grundlagen holte sich der gebürtige Ungar, als er mit 18 Jahren in die DDR kam und im Kfz-Zubehör sowie beim Eisenbahnbrückenbau in Dresden lernte und arbeitete. Das notwendige ingenieurtechnische Wissen erwarb er "nebenbei" im achtjährigen Fernstudium an der Hochschule für Verkehrstechnik. Seinen Ritterschlag als Modelleisenbahnbauer der Extraklasse erhielt Kovács 2001 von der Zeitschrift "Modelleisenbahner", als er den zu deren 50jährigen Jubiläum ausgeschriebenen Modellbauwettbewerb mit seinem Modell der S1 gewann

Nun will der Graupaer sein Angebot an Modelleisenbahnfahrzeugen in TT weiter ausbauen und zugleich den Start in die verbreiterte Nenngröße HO, also in den Maßstab 1:87 wagen. Schon im kommenden Jahr soll seine ebenso schöne wie filigrane S1 fertig gestellt sein. Peter Weckbrodt

LaKo Modelle: Lajos Kovács, Lindengrundstraße 7b, Pirna/Ortsteil Graupa, Tel.: 03501/54 81 73; www.lako-modelle.de

www.lako-modelle.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.11.2012

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