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Maschine bohrt sich durch Pirnas Untergrund

Maschine bohrt sich durch Pirnas Untergrund

Der Mischwasserkanal unter der Klosterstraße ist die Hauptschlagader im Abwassernetz von Pirnas Altstadt. Die Flut im vergangenen Jahr hat dem Rohr so sehr geschadet, dass eine Reparatur nicht mehr helfen konnte.

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Behutsam wird die Kanalvortriebsmaschine in die Baugrube gehoben. Von dort aus bohrt sie einen neuen Abwasserkanal unter der Klosterstraße.

Quelle: Daniel Förster

Der Bau eines neuen Kanals wurde notwendig. Gestern hob ein Schwerlastkran eine sogenannte Vortriebsmaschine in die Baugrube. Sie fräst und bohrt sich nun durch den Untergrund. Mit dem Gerät wollen die Stadtwerke Pirna endlich Meter machen auf der Baustelle.

Die Arbeiten begannen im April mit dem Ausheben von drei Gruben. In eine wurde die Vortriebsmaschine Typ Herrenknecht AVN 1200 hinab gesenkt. "Dort wird sie bis zum 31. Juli über 24 Stunden am Tag die unterirdischen Vortriebsarbeiten an der Baustelle übernehmen", informierte SWP-Sprecherin Ute Ullrich. Das Gerät bohrt sich mit Hilfe von Pressdruck täglich 15 bis 18 Meter durch das Erdreich und betoniert gleichzeitig eine stabile Röhre. Rund 300 Meter bewegt sich die Maschine in Richtung Grohmannstraße vorwärts. "Vorteil des Verfahrens ist die Verkürzung der Bauzeit um ein Vielfaches. Außerdem verlaufen die Arbeiten weitestgehend ohne Erschütterungen und intensive Lärm- und Schmutzbelästigung", berichtete Ullrich.

Die Alternative wäre die offene Bauweise gewesen, sprich die Arbeiter hätten eine Grube entlang des Straßenzugs ausgehoben. Doch davon haben die Stadtwerke Abstand genommen. Zum einen liegt der Kanal reichlich fünf Meter tief in der Erde. Andererseits hätte der starke Anfall von Grund- und Schichtenwasser den Bauarbeitern ziemliche Probleme bereitet.

Durch den Kanal unter der Klosterstraße fließt das gesamte Abwasser der Pirnaer Altstadt, der Schifftorvorstadt, der Ortsteile Ober- und Niedervogelgesang sowie der eingeleiteten Abwässer der Gemeinde Struppen in Richtung Hauptpumpwerk an der Gottleuba-Mündung. Von dort aus wird es auf Reise ins Klärwerk nach Dresden-Kaditz geschickt.

In der Landeshauptstadt kommt derzeit aber nicht nur Abwasser an, sondern auch Grundwasser. Das sickert derzeit in den kaputten Kanal unter der Klosterstraße ein. Auf der Straße standen die Elbefluten Anfang Juni vergangenen Jahres bis zu 1,50 Meter hoch. Durch das Hochwasser stieg auch der Grundwasserspiegel an. Ein zusätzlicher Druck lastete auf der vorhandenen Abwasserleitung. "Der Kanal wurde dadurch abschnittsweise stark beschädigt", teilte Ullrich mit. Im Rohr kommt es zu Rückstau des Abwassers und durch undichte Stellen wird es mit Grundwasser verdünnt.

Neben der Abwasserleitung unter der Klosterstraße erneuern die Stadtwerke einen 85 Meter langen Teil des Kanals in der Lauterbachstraße. Ausgewechselt wird außerdem in Teilbereichen die Trinkwasserleitung. Die Arbeiten sollen bis Dezember dieses Jahres andauern. Sie kosten rund 2,4 Millionen Euro. Der Freistaat fördert die Investition zu 100 Prozent über sein Wiederaufbauprogramm.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.07.2014

Silvio Kuhnert

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