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Marode Mauer verzögert Straßenbau in Radebeul: Denkmalschützer prüfen teilweise Sanierung

Marode Mauer verzögert Straßenbau in Radebeul: Denkmalschützer prüfen teilweise Sanierung

Seit Juni schon ist die Kötzschenbrodaer Straße in Höhe des Friedhofes Radebeul-West halbseitig gesperrt. Weil die Friedhofsmauer auf einer Länge von 160 Metern einzustürzen droht (DNN berichtete), wird der Verkehr, von Ampeln geregelt, auf der vielbefahrenen Straße einspurig vorbeigeführt.

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Die Friedhofsmauer in Radebeul West droht einzustürzen.

Quelle: Martin Förster

Das wird wohl auch noch eine Weile so bleiben. Grund: Die Denkmalschützer können sich offensichtlich nicht dazu durchringen, dem Abriss und Neuaufbau der historischen Mauer zuzustimmen. Sie haben ein weiteres Gutachten in Auftrag gegeben, in der Hoffnung, dass der Mittelteil der Mauer doch noch erhalten werden kann.

Das Hochwasser im Juni hatte den Untergrund ausgespült und dem ohnehin schon recht maroden Bauwerk, das keine ordentliche Gründung hat, den Rest gegeben. Ein Geschenk des Himmels, könnte man meinen. Denn zum einen hätte die Kirche die Mauer früher oder später ohnehin sanieren müssen. Durch das Hochwasser kann man auf Förderung hoffen.

Zum anderen eröffnet die nunmehr unabdingbare grundhafte Erneuerung der Friedhofsmauer die Möglichkeit, den nur auf einer Seite vorhandenen und viel zu schmalen Fußweg an der Kötzschenbrodaer Straße zu verbreitern. Dass das aus Gründen der Verkehrssicherheit dringend notwendig ist, darüber seien sich Friedenskirchgemeinde und Stadt einig, so OB Bert Wendsche (parteilos). Zumal die Kötzschenbrodaer Straße ohnehin auf Vordermann gebracht werden muss. Schließlich soll die stark befahrene Piste (täglich zwischen 9000 und 11 000 Fahrzeuge) wieder als Umleitungsstrecke dienen, wenn ein weiterer Abschnitt der Meißner Straße grundhaft ausgebaut wird. "Alle Beteiligten würden gern bauen", so Wendsche. "aber wenn wir auf der Kötzschenbrodaer Straße mit dem Bagger anrücken, fällt die Mauer um."

Doch die Denkmalschützer lassen sich nicht unter Druck setzen. "Prinzipiell geht es darum, solche historischen Bauwerke zu erhalten", erinnert Petra Ploschenz aus der Unteren Denkmalschutzbehörde an deren Auftrag. "Es gibt ein Statikgutachten, dem zu entnehmen ist, dass die Mauer in großen Teilen nicht mehr sanierungsfähig ist." Aber für den mittleren Teil treffe das nicht zu. "Wir hoffen, dass die Mauer nur in Teilen erneuert werden muss.Der Aufwand ist natürlich groß", räumt Ploschenz ein. Ein anderer Fachmann im Landesamt solle deshalb jetzt die Machbarkeit prüfen. Im Übrigen liege noch kein Antrag auf denkmalschutzrechtliche Genehmigung vor.

Daher geht es auch mit der Entwicklung des Parkkonzeptes Radebeul-West nicht voran. Eine Verkehrszählung sei dafür nötig, jetzt aber aufgrund der eingeschränkt befahrbaren Kötzschenbrodaer nicht sinnvoll, so der OB.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 27.09.2013

Steinbach, Catrin

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