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Marion Meyer sorgt in Pirna ehrenamtlich für Sauberkeit

Marion Meyer sorgt in Pirna ehrenamtlich für Sauberkeit

Jeden Montag in der Frühe greift Marion Meyer zu Besen, Schaufel und Greifzange. Sie steigt in einen roten VW-Transporter und fährt die Gassen und Plätze der Pirnaer Innenstadt an.

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Fleißiges Bienchen: Marion Meyer sorgt für Ordnung und Sauberkeit in Pirnas Gassen und an Bushaltestellen. Sie hilft seit neun Jahren ehrenamtlich beim Bauhof.

Quelle: Silvio Kuhnert

Dort räumt sie weg, was Einwohner und Gäste der Elbestadt haben fallen lassen. Marion Meyer hält Pirna sauber - und das freiwillig.

"Zu Hause hocken ist nicht mein Ding", sagt die 60-Jährige. Deshalb arbeitet sie seit neun Jahren ehrenamtlich für den städtischen Bauhof. Angefangen hat sie einst als Ein-Euro-Jobber und beim ersten Putzeinsatz hatte sie kein gutes Gefühl. "Ich schämte mich und hoffte, dass mich keiner sieht", gesteht die sympathische Frau. Heute möchte sie die Arbeit nicht missen. Gelernt und gearbeitet hat sie einst in der Kunstseide. Nachdem das Kombinat Anfang der 1990er Jahre für immer die Tore geschlossen hatte, versuchte Meyer in einem neuen Beruf Fuß zu fassen. "Ich habe alles Mögliche getan", berichtet sie. Aber eine feste Anstellung wurde nie daraus. Heute kann sie sich nicht mehr vorstellen, "in einer Halle eingesperrt zu sein. Ich bin gewohnt, an der frischen Luft zu arbeiten".

Als der Ein-Euro-Job beim Bauhof auslief, hielt Meyer dennoch den kommunalen Diensten die Treue. Außer montags ist sie auch dienstags und donnerstags bei Wind und Wetter mit Besen und Schaufel unterwegs. An Bushaltestellen zupft sie Unkraut, auf dem Bahnhof, dem Elbeparkplatz sowie in den Gassen und Straßen der Altstadt liest sie Kippen, Papier und andere Abfälle auf. Auch unangenehme Sachen sind dabei, etwa Beutel mit Hundekot und Abfalltüten voller schmutziger Babywindeln.

Der wohl schmutzigste Platz in der Stadt ist die Haltestelle Breite Straße. "Dort ist es besonders schlimm", erzählt Meyer. Bierdeckel häufen sich auf dem Bürgersteig. "Und es liegen immer viele Scherben herum." Sie fackelt nicht lange und sammelt alles auf. Wenn Passanten - ob Pirnaer oder Besucher der Stadt - sie loben, "freut mich das", sagt Meyer.

20 Stunden in der Woche sorgt sie für eine kleine Aufwandsentschädigung für Sauberkeit in der Stadt. Neben ihr arbeiten derzeit drei weitere ehrenamtliche Helfer für den Bauhof. "Wenn sie nicht da wären, würde man das schnell merken", meint Bauhofchef Mario Otto. Seine Bauhoftruppe ist quasi der Hausmeister der Stadt. Ob Wegebau, Pflasterarbeiten oder Beschilderung - für die Bauhofmitarbeiter gibt es ständig etwas zu tun. Ohne die Ehrenamtler wäre das regelmäßige Saubermachen von Busbahnhof, Bahnhof und Haltestellen nicht zu schaffen. "Wir sind sehr froh, dass wir sie haben. Sie machen ihre Arbeit hervorragend", lobt Otto.

Die Zahl der ehrenamtlichen Helfer möchte die Stadt gern von vier auf sieben erhöhen. Deshalb startete sie einen Aufruf. Neun Bewerbungen gingen bereits laut Stadtsprecherin Jekaterina Nikitin im Rathaus ein. Es können sich noch weitere Interessenten unter Telefon 03501/556296 oder per E-Mail an personal@pirna.de melden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.09.2013

S. Kuhnert

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