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Malerei jenseits der Dresdner Romantik

Malerei jenseits der Dresdner Romantik

Die bizarren Felsen der Sächsischen Schweiz haben nicht nur die Maler der Romantik in ihren Bann gezogen. Auch spätere Künstlergenerationen suchten und fanden Motive für ihre Landschaftsbilder im Elbsandsteingebirge.

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Dieses Rosenhauer-Bild ist in der Ausstellung zu sehen.

Quelle: Silvio Kuhnert

Entweder zog es sie aus ihren Dresdner Ateliers in die Felslandschaft oder sie lebten wie Robert Sterl, Pol Cassel oder Johannes Oehme sogar dort. Die aktuelle Sonderausstellung im Stadtmuseum Pirna widmet sich unter dem Titel "Vom Elbtal ins Gebirge - Malerei jenseits der Dresdner Romantik" jenen Künstlern und zeigt 32 Gemälde aus dem 20. Jahrhundert.

Dass die Ausstellung in so kurzer Zeit überhaupt zustande kam, grenzt schon fast an ein Wunder. Eigentlich wollte sich das Museum allein dem Künstler Theodor Rosenhauer widmen. Doch Anfang März musste es die langfristig geplante Schau absagen. Als Grund gab man damals "unüberwindbare Differenzen zwischen der Erbin des Malers und der Theodor-Rosenhauer-Stiftung" an. Konkret geht es um den Nachlass des Künstlers. Das Erbe ging nach dessen Tod an seinen Sohn. Dieser ist vor drei Jahren verstorben. Seither gibt es einen Streit zwischen der Stiftung, dem er das künstlerische Vermächtnis seines Vaters übergeben hat, und den Erben, die Ansprüche auf die Gemälde erheben. Eine Einigung ist nicht in Sicht. Der Rechtsstreit wird sicher längere Zeit dauern.

"Wir waren sehr geschockt", sagt Museumspädagogin Gerburg Sturm, als klar wurde, dass die Rosenhauer-Ausstellung ausfallen werde. Damit der große Museumsraum im zweiten Obergeschoss nicht über Monate leer steht, bot Dr. Gabriele Werner, Kunstwissenschaftlerin aus Dresden und Mitglied des Vorstandes der Rosenhauer-Stiftung, ihre Hilfe an. Sie aktivierte ihre Kontakte zur Kunstszene. Und so kam neben Werken aus dem eigenen Museumsbestand mit Leihgaben von etlichen Privaten sowie der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden die Ausstellung mit Arbeiten von 23 Künstlern zusammen. "Es ist ein besonderes Maß an Kollegialität, für das wir sehr dankbar sind", sagt Christian Schmidt-Doll, Geschäftsführer der Kultur- und Tourismusgesellschaft Pirna. Unter den gezeigten Bildern ist auch eines von Theodor Rosenhauer. Es trägt den Titel "Zwei Steinbrucharbeiter" und stammt aus dem Jahr 1951.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 04.04.2015

DNN

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