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Made in Wilsdruff: Eberspächer produziert im neuen Spezialwerk bis zu 150000 Abgasanlagen im Jahr

Made in Wilsdruff: Eberspächer produziert im neuen Spezialwerk bis zu 150000 Abgasanlagen im Jahr

Auf den ersten Blick erinnert es an einen Käselaib, was Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) auf das Band der Maschine legt. Jedoch, was er in den Händen hält, besteht nicht aus Milch, sondern ist ein Monolith aus Keramik.

Wilsdruff.

Mit anderen Filterelementen wird er mit Hilfe von Roboterarmen in Stahlzylinder geschoben und verpresst. Es entsteht das Herzstück einer jeden Abgasanlage. Als der Landeschef gestern die Canning-Maschine mit Keramik-Filterelementen "fütterte", fiel der offizielle Startschuss zum Serienstart bei Eberspächer in Wilsdruff.

"Wir fertigen an diesem Standort innovative Abgasanlagen für Nutzfahrzeuge, welche die aktuellste EU-Norm Euro 6 erfüllen", sagte Heinrich Baumann, Geschäftsführender Gesell- schafter der Eberspächer-Gruppe. Der schwäbische Automobilzulieferer setzte für rund 80 Millionen Euro ein neues Werk in das Wilsdruffer Gewerbegebiet, um speziell hier Abgasanlagen nach der seit diesem Jahr gülti- gen Euro-6-Norm zu fertigen. Die Fil- ter eliminieren über 95 Prozent der Schadstoffe von Lkw-Abgasen. "Wir leisten so einen aktiven Beitrag zu deutlich verbessertem Umweltschutz", so Baumann. Das neue Werk baut Abgasanlagen für Laster von Daimler, Iveco und Volvo. "In den nächsten Jahren wird jeder zweite neue Truck auf Europas Straßen mit einer Eberspächer-Abgasanlage aus Wilsdruff unterwegs sein", kündigte Baumann an.

Der Baustart für das neue Werk fiel 2010. Es ist der jüngste von insgesamt 65 Standorten in 25 Ländern der Eberspächer-Gruppe. Die Entscheidung für Wilsdruff würde der Firmenchef aus heutiger Sicht sofort wieder so treffen. "Es war insbesondere die hervorragende Willkommens-Kultur für neue Unternehmen, die wir hier erleben durften, und es war das ausgezeichnete Angebot an talentierten und interessierten Mitarbeitern, das wir hier vorfanden", so Baumann. Rund 300 Menschen fanden in der neuen Fabrik einen Job.

Ministerpräsident Tillich ging in seiner Rede auf die Bedeutung der Automobilbranche für die sächsische Wirtschaft ein: "Autoland Sachsen - das ist die Verbindung von über 100 Jahren Automobiltradition und innovative High-Tech-Produktion. Diese Verbindung macht Sachsen zu einem der attraktivsten Investitionsstandorte in Europa." Seit der Wende habe der Freistaat Investitionsprojekte im Automobilbau mit Zuschüssen von über einer Milliarde Euro unterstützt. "Wir haben damit insgesamt 500 Vorhaben begleitet und Investitionen von fast 6,7 Milliarden Euro angestoßen", informierte Tillich. Heute sind rund 70 000 Menschen in der sächsischen Automobilindustrie und den Zulieferbetrieben tätig.

Bei Eberspächer in Wilsdruff werden Abgasanlagen nach Euro-6-Norm nicht erst seit gestern produziert. "Solch komplexe, neuartige technische Systeme können nicht über Nacht in die Serien-Produktion gehen", erklärte Baumann. Es daure seine Zeit, die Produktionsprozesse vorzubereiten. "Seit wenigen Monaten beliefern wir unsere Kunden. Nun ist die Produktion angelaufen", führte der Konzernchef als Begründung an, warum erst gestern der Serienstart offiziell gefeiert wurde.

Dass einige Zeit von Nöten ist, bis alle Produktionsabläufe reibungslos und optimal über die Bühne gehen, lässt ein Blick in die über vier Fußballfelder große Produktions- und Logistikhalle erahnen. "Wir arbeiten mit hochmodernen, computergesteuerten Maschinen. Über 200 Schweißroboter sind im Einsatz", berichtete Werksleiter Thorsten Bick. Täglich werden über 100 Tonnen Material zwischen Wareneingang und Auslieferung bewegt. Pro Tag entstehen derzeit rund 500 Abgasanlagen. Bis Ende des Jahres soll das Tagespensum auf 600 wachsen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 09.05.2014

Silvio Kuhnert

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