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Lutherkirchgemeinde legt Pfingstsonntag den Grundstein für neues Gemeindehaus

Radebeul Lutherkirchgemeinde legt Pfingstsonntag den Grundstein für neues Gemeindehaus

Pfingstsonntag legt die Lutherkirchgemeinde den Grundstein für ihr neues Gemeindehaus. Das kostet 1,7 Millionen Euro und soll nach seiner Fertigstellung nicht nur für das laut Pfarrer Christof Heinze „rege Gemeindeleben“, sondern auch für Vermietungen offen stehen. Für die Gemeinde erfüllt sich damit ein lang gehegter Wunsch.

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Licht und transparent soll das neue Gemeindehaus sein, dazu mit einem Saal für bis zu 200 Menschen, der auch geteilt werden kann, sehr funktional sein.

Quelle: Visualisierung: Lutherkirchgemeinde

Radebeul. „Es war schon nicht ganz ohne“, sagt Pfarrer Christof Heinze. Gestern hat er gemeinsam mit schwindelfreien Mitarbeitern der Lutherkirchgemeinde in einer kniffeligen Aktion eine riesige Kreuzfahne an der Ostseite der Kirche angebracht. Damit ist für Pfingstsonntag alles bereitet. Dann wird direkt unter der Kreuzfahne der Grundstein für das lang ersehnte Gemeindehaus gelegt. Die in den Pfingstgottesdienst eingebettete Aktion könnte symbolträchtiger nicht sein, wurde doch Pfingsten 1891, also vor 125 Jahren, der Grundstein für die Lutherkirche selbst gelegt, die für die damals wachsende Bevölkerung der östlichen Lößnitzgemeinden den Kirchgang nach Kaditz erübrigen sollte.

Heute hat die Lutherkirchgemeinde etwa 2800 Mitglieder und „ein sehr reges Gemeindeleben“, wie Pfarrer Heinze sagt. „Wir haben dieses Jahr 36 Jugendliche konfirmiert, 100 Kinder in der Kurrende und 100 andere, mit denen wir in der Woche auf verschiedene Weise zu tun haben“, sagt er. Hinzu kommen zahlreiche Chöre und Bläserensemble, Veranstaltungen und Treffen. Für all das gibt es seit 2008, als man das alte Gemeindehaus an der Neubrunnstraße abgab, keinen geeigneten Ort mehr. Man drängt sich in die unterste Etage des Pfarrhauses oder trifft sich im Kirchgebäude. „Etwas anderes haben wir nicht“, sagt Heinze.

Deshalb wird seit wenigstens 20 Jahren über ein neues Gemeindehaus debattiert, mit zunehmender Intensität nachdem klar geworden war, dass sich das alte Gemeindezentrum nicht wirtschaftlich sanieren lässt. „Einige wollten das Gemeindezentrum im Keller unter der Lutherkirche einrichten“, sagt Heinze. Ein Irrweg, nicht nur wegen der dort störenden Säulen, sondern auch weil es doppelt so teuer wie ein Hochbau geworden wäre. 1,7 Millionen Euro kostet die nun beschlossene Variante, mit der sich der Leipziger Architekt Christian Knoche bei einem Wettbewerb durchgesetzt hat. Gebaut wird auf eigenem Grund an der Ostseite der Kirche, wenn alles klappt bereits ab Juni.

Geplant ist ein moderner Flachbau, der durch einen Gang mit dem Kirchgebäude verbunden ist. Der Entwurf ist zweckmäßig, besticht vor allem mit seinen Glasfassaden, die das Gemeindeleben transparent machen sollen. Kern des Gebäudes ist der Saal, in dem bis zu 200 Menschen Platz finden werden. Dass dort auf gute Akustik und moderne Technik geachtet werden soll, macht den Raum nicht nur für gemeindliche Veranstaltungen interessant, zumal es an Räumen mit dieser Größe in Radebeul fehlt. Er wird für Vermietungen offen stehen, sagt Heinze, und denkt dabei vor allem an Hochzeits- und Taufgesellschaften, die einen kurzen Gang von der Kirche in den Festraum hätten. Zudem könne auch das benachbarte Karl-May-Museum den Raum für Vorträge und dergleichen nutzen. Man baue mit der Hilfe anderer und da wolle man auch offen für andere sein, sagt Heinze.

Außerdem ist vorstellbar, dass der Raum, der einen nach Osten ausgerichteten Altar erhalten soll, als Winterkirche genutzt wird. Mit dem alten Gemeindehaus hatte man es in den 1970er Jahren so gehalten, vor allem weil es sich einfacher beheizen ließ als die Kirche. Weiterhin sind im Gebäude u.a. eine Küche, Toiletten und ein Büro untergebracht. Architektonische Besonderheit ist ein kleiner Hof im Gebäude, der mit einer Skulptur oder einem Baum geschmückt werden könnte. Etwa 93 Prozent der Bausumme seien derzeit abgedeckt, sagt Pfarrer Heinze. So gibt die evangelische Landeskirche 500 000 Euro, über das Sanierungsgebiet Radebeul-Ost fließen weitere 360 000 Euro, davon ein Drittel aus der Stadtkasse. Den Rest trägt die Gemeinde aus Eigenmitteln und Spenden. Etwa 100 000 Euro werden noch benötigt.

Wann der Bau fertig ist, hängt auch davon ab, ob der Kirchenvorstand wie geplant am Dienstag den Rohbau in Auftrag geben kann. Es wäre schön, ein solches Gemeindezentrum im 500. Jubiläumsjahr der Reformation nutzen zu können, meint Heinze. Vielleicht wird es auch erst Ende 2017. Auch das hätte seinen Charme, feiert man am ersten Advent doch den 125. Jahrestag der Kirchweihe.

Spenden: Lutherkirchgemeinde Radebeul, IBAN DE06350601901667209028, „Spende für neues Gemeindehaus – RT1020“

Von Uwe Hofmann

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