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Lutherkirche steht zum Verkauf

Lutherkirche steht zum Verkauf

In Heidenau kann man im wahrsten Sinn des Wortes eine "besondere Immobilie" erwerben. Unter dieser Überschrift ist auf einem Internetportal das ehemalige Kirchgebäude an der Fröbelstraße zu finden.

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Als Gotteshaus hat die Lutherkirche bereits seit einem Jahr ausgedient. Nun will es die Kirchgemeinde verkaufen.

Quelle: Silvio Kuhnert

Und es handelt sich um keinen Scherz oder Irrtum, dass das 1931 errichtete Haus dort angeboten wird. "Wir wollen das Gebäude verkaufen", sagte Pfarrerin Erdmute Gustke. Für 125 000 Euro kann das über 80 Jahre alte Haus offiziell erworben werden. Dies bestätigte auch die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsen.

Eingestellt ist die renovierungsbedürftige, entwidmete Lutherkirche unter www.immobilienscout24.de. Das Grundstück ist 1120 Quadratmeter groß. Die Wohnfläche wird mit drei Zimmern auf zusammen 280 Quadratmetern angegeben. Der Versuch des Verkaufs sei seit längerer Zeit bekannt, sagte der Sprecher des sächsischen Landeskirchenamtes, Matthias Oelke, dem Evangelischen Pressedienst (epd). Ernsthafte Kaufinteressen seien aber nicht bekannt. Bei der 2014 entwidmeten Kirche handelt es sich Oelke zufolge um einen schmucklosen Sparbau, der zuletzt nicht mehr regelmäßig genutzt wurde. Die Lutherkirche war in den Jahren 1930/31 als Notkirche in Gestalt einer Hauskirche ohne Turm erbaut worden.

Mit der Vereinigung der Kirchgemeinden Heidenau-Nord und -Süd im Jahr 2009 habe der Kirchenvorstand den Beschluss gefasst, nur noch die Christuskirche zu nutzen. Diese sei für die kirchgemeindliche Nutzung besser geeignet, hieß es. Auf Antrag der Kirchgemeinde Heidenau habe das Landeskirchenamt dem Verkauf zugestimmt. Das zu erwartende Geld sei für den Substanzerhalt der Christuskirche in Heidenau vorgesehen.

Oelke zufolge wurden in den vergangenen 25 Jahren in Sachsen mehr Kirchen, Gemeindezentren und Gemeindehäuser gebaut als abgegeben. Jedoch habe es auch immer "Einzelfälle" gegeben, bei denen sich eine Gemeinde von einer Kirche getrennt hat. Die Lutherkirche in Heidenau wurde bereits am 26. Januar vergangenen Jahres entwidmet, damit sie veräußert werden kann. Somit befindet sich kein Altar mehr in dem früheren Gotteshaus. Das Kirchgebäude steht unter Denkmalschutz. Demnach dürften vom künftigen Käufer Sitzbänke entfernt werden, die Gewölbedecke muss jedoch bleiben.

Laut Oelke ist eine Nachnutzung als Bibliothek oder Ausstellungsraum wünschenswert, das Kirchengebäude könne künftig aber auch als Lagerhalle dienen. Nach evangelischem Verständnis ist eine Kirche ein Zweckbau. Das mit der Veräußerung beauftragte Maklerbüro bietet das Gebäude auf seiner Homepage als Einfamilienhaus an.

Die sächsische Synode hatte Ende 2013 über den Erhalt ihrer Kirchengebäude beraten. Demnach kommen in den nächsten Jahren rund 4500 Gebäude auf den Prüfstand. Die mehr als 700 Gemeinden müssen nun entscheiden, welche kirchlichen Gebäude sie tatsächlich brauchen. Auf der Synode hieß es damals, die rund 1600 Kirchen und Kapellen der sächsischen Landeskirche sollen grundsätzlich nicht aufgegeben werden. Dagegen könne ein Pfarrhaus, das nicht genutzt werde, verkauft werden. Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche zählt derzeit 730 000 Mitglieder.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.02.2015

Silvio Kuhnert

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