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Lohmen reißt Lomatech-Fabrik preiswert nieder

Lohmen reißt Lomatech-Fabrik preiswert nieder

Ein Stück Industriegeschichte hat in der Gemeinde Lohmen sein endgültiges Ende gefunden. Reichlich zwei Jahrzehnte standen die Industriegebäude von "Lomatech" nur noch als Ruinen da.

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Ende Januar standen beim Bahnhof noch alte Fabrikruinen. Gestern fanden die Abrissarbeiten ihr Ende.

Quelle: Andor Schlegel

Lohmen. Von Silvio Kuhnert

Gestern erfolgte der letzte Baggerhub bei den Abrissarbeiten. Von den Gebäuden blieb kein Stein stehen. "Sie sehen hier, dass Sie nichts sehen - und das ist gut so", meinte Bürgermeister Jörg Mildner (CDU).

Denn was die Bauleute auf dem Fabrikgelände vorfanden, möchte niemand auf seinen Grundstück haben. Insgesamt 23 500 Tonnen Baumate- rial wurden entsorgt. "Davon waren 310 Tonnen asbesthaltig", berichtete Mildner. Außerdem kamen 7300 Tonnen Altablagerungen zum Vorschein, "deutlich mehr als im Gutachten prognostiziert", so Mildner. In den Kellern befanden sich alte Öl- und Chemikalienreste.

Trotz der Altlasten fiel der Abriss preiswerter aus als ursprünglich gedacht. Die Gemeinde hatte anfangs mit Ausgaben von 1,28 Millionen Euro gerechnet. Nun ist alles reichlich 200 000 Euro billiger. Damit werden nur rund 785 000 statt 960 000 Euro aus dem EU-Fördertopf zur Brachflächenrevitalisierung benötigt. Das nicht angefasste Geld gibt Lohmen zurück. "Wir reichen somit den Staffelstab für weitere Sanierungsmaßnahmen im Landkreis weiter - diesmal an die Stadt Neustadt", sagte Mildner. Dort wurde der Abriss des Dachziegelwerks in Langburkersdorf gerade abgeschlossen und nun soll es mit dem Abbruch der Hartpappe Polenz weitergehen.

Das einstige Lohmener Industrieareal erlebte eine wechselvolle Geschichte. Im Februar 1871 gründete der Handwerksmeister Julius Große einen Betrieb zum Bau von Wasserrädern und ähnlichen Gerätschaften für Getreidemühlen. Seine Söhne verlagerten die Produktionsstätte an die Fabrikstraße am Bahnhof. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie Bestandteil des Verpackungsmaschinenbau-Kombinats "Nagema". Nach der Wende ging das Unternehmen pleite. Jetzt wird das Gelände begrünt. Gut zehn Jahre muss die Fläche unberührt bleiben. Das ist eine Bedingung des Förderprogramms. Ganz ungenutzt bleibt das Areal aber nicht. Die Gemeinde lässt Wege anlegen und Bänke aufstellen, damit die Einwohner die Wiese zur Erholung nutzen können.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.09.2012

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