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Linkspartei geht mit André Hahn als Direktkandidaten ins Rennen

Bundestagswahl 2017 Linkspartei geht mit André Hahn als Direktkandidaten ins Rennen

André Hahn ist erneut der Direktkandidat der Linkspartei im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge zur Bundestagswahl 2017. Einer rot-rot-grünen Koalition auf Bundeseben räumt der Gohrischer wenig Chancen ein.

André Hahn ist seit 2013 Mitglied des Bundestages.

Quelle: Thomas Kläber, TRIALON GmbH

Pirna. Die Linkspartei tritt erneut mit André Hahn an der Spitze zur Bundestagswahl 2017 im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge an. Auf der Kreiswahlversammlung am Wochenende kürten die Genossen ihn mit 98,9 Prozent zu ihrem Direktkandidaten. Von knapp 450 Parteimitgliedern im Kreisgebiet waren 93 im Bauernmarkt in Röhrsdorf zusammengekommen. Hahn war der einzige Bewerber und erhielt bei einer Enthaltung 92 Stimmen. Der Gohrischer ist seit 2013 Mitglied des Bundestages.

Der Abschied von der Landtagsfraktion sei ihm damals nicht leicht gefallen, sagte Hahn, der mehrere Jahre die größte Oppositionspartei in Sachsen angeführt hat. „Es war eine richtige Entscheidung nach Berlin zu gehen“, so Hahn rückblickend. Dort versucht der 53-Jährige, als derzeit stellvertretender Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums den Geheimdiensten bei ihren Tätigkeiten genauer auf die Finger zuschauen und setzt sich für die Sportpolitik seiner Fraktion als Mitglied des entsprechenden Ausschusses ein.

Einer Bundesregierung mit Beteiligung der Linken räumt Hahn nach der Wahl im nächsten Herbst wenig Chancen ein. Eine rot-rot-grüne Koalition auf Bundesebene hält er zum einen angesichts der aktuellen Umfragewerte kaum für realistisch, „zum anderen auch auf Blick der erheblichen Differenzen von Linke, SPD und Grünen in einigen wichtigen Politikfeldern“, so Hahn. Gespräche zwischen den Parteien sind für ihn nicht nur wichtig, sondern notwendig. Es überwiegen bei ihm jedoch „die Zweifel, ob vor allem die SPD zu einem grundlegenden Politikwechsel wirklich bereit ist“, meinte Hahn in seiner Rede. Dazu nannte er drei Stichworte aus der Außenpolitik: Kriegseinsätze der Bundeswehr, Aufhebung der Sanktionen gegen Russland und die Unverantwortlichkeit des Schmusekurses gegenüber der Türkei. „Gespräche ja, Kompromisse auch, aber Selbstaufgabe unserer politischen Grundpositionen unter gar keinen Umständen“, betonte Hahn.

Für ihn ist die kommunalpolitische Bindung und Verankerung wichtig. Seit 22 Jahren ist er Kreisrat. Von seinen 189 Anfragen an die Bundesregierung in dieser Legislaturperiode haben viele Kreisthemen behandelt wie die Südumfahrung Pirna, Tiefflüge der Bundeswehr in der Sächsischen Schweiz, Hochwasserschutz, Tourismusförderung sowie Bahnlärm im Oberen Elbtal.

Von Silvio Kuhnert

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