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Linke-Politiker Scheel sieht Marke Meissen in Gefahr

Porzellan Linke-Politiker Scheel sieht Marke Meissen in Gefahr

Die Linken sehen die Porzellan-Marke Meissen in Gefahr. „Es braucht eine Rückbesinnung auf Porzellan - ein wunderbarer Werkstoff“, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der Linken im Landtag, Sebastian Scheel, am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

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Quelle: dpa

Meißen. Die Linken sehen die Porzellan-Marke Meissen in Gefahr. „Es braucht eine Rückbesinnung auf Porzellan - ein wunderbarer Werkstoff“, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der Linken im Landtag, Sebastian Scheel, am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Meissen habe sich in 300 Jahren immer wieder neu erfunden: „Wir brauchen Innovation, ansprechende neue Formen und Muster. Und ja, Meissen muss das Porzellan weltweit näher an die Zielgruppen bringen, die in der Lage und bereit sind, sich dieses kostbare sächsische Kulturgut finanziell zu leisten.“

Mit der erklärten Expansion in Richtung technisch dekoriertem Porzellan werde das Image der Marke aber gefährdet, sagte Scheel: „Die Frage ist, ob noch Meissen drin ist, wo Meissen drauf steht. Diese Käuferschichten wären teuer erkauft.“

Meissen-Chef Tillmann Blaschke hatte unlängst über die Produktion von maschinell gefertigem Dekors gesprochen. Bisher steht Meissen für handgemaltes Porzellan. Es gibt aber bereits jetzt in geringem Umfang technisch hergestelltes Dekor. Laut Meissen-Sprecherin Sandra Jäschke geht es nun darum, die Vielfalt von Farben und Dekoren zu erweitern und mehr Porzellan auszuliefern, das auch in Spülmaschinen gereinigt werden kann.

Meissen sei nicht das wirtschaftlich bedeutendste Unternehmen in Landesbesitz, es stehe aber wie kein zweites für Sachsen, so Scheel: „Die Linke ist sich der Verantwortung, die daraus erwächst, bewusst. Wir sind auch nicht dafür bekannt, dass wir staatliche Beteiligungen für Teufelszeug halten. Gerade im Bereich der Daseinsvorsorge macht eine öffentliche Eigentümerschaft Sinn.“ Da habe wirtschaftliches Scheitern von Privaten verheerende Folgen. Weder Markt noch Staat seien allerdings Garanten für erfolgreiches Unternehmertum. Gerade deshalb müssten staatliche Beteiligungen gut geführt und strategisch gesteuert werden. Hier gebe es erhebliche Defizite.

An diesem Mittwoch wird der Landtag auf Antrag der Linken über die Zukunft von Meissen debattieren. Meissen hatte auch unter Blaschkes Vorgänger Christian Kurtzke einen Kurswechsel vollzogen. Der wollte die Manufaktur zu einem Luxuskonzern umbauen, was allerdings misslang. 2014 stand ein Verlust von 19,2 Millionen Euro zu Buche.

dpa

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