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Liebenausches Vorwerk hat sein Pferdekopfdach wieder

Liebenausches Vorwerk hat sein Pferdekopfdach wieder

Das Liebenausche Vorwerk in Pirna hat seine historische Dachform wieder. Sie ist auch nicht länger hinter Planen versteckt. Das Schutzdach wurde abgebaut. "Damit ist der Blick frei auf das nach historischen Vorlagen wiedererrichtete Pferdekopfdach in Biberschwanz-Doppeldeckung", teilte Andrea Krieger, Sprecherin Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement, mit.

Der Gebäudeverwalter des Freistaats verbindet beim Bau des Finanzamtes Neubauten mit historischer Bausubstanz.

Beim Vorwerk ist die denkmalgerechte Wiederherstellung des historischen Gebäudes im Erscheinungsbild der Erbauungszeit 1641/42 das Ziel. "Bislang wurden die Umfassungswände weitgehend gesichert und im Bereich der Mauerkrone ergänzt", so Krieger. Die Sanierungsarbeiten umfassen die Sicherung der Gründung des Gebäudes, Reparaturen am Mauerwerk sowie den Einbau neuer Decken und Wände. Ein zentrales Anliegen ist die Erhaltung der Holzbalkendecken einschließlich ihrer Farbfassung. Sie stammt aus der Renaissance-Zeit. Die Felder der kassettierten Holzbalkendecke sind in grün-weißer Farbe eingefasst. In der Mitte der Felder sind Vögel und Früchte abgebildet. Über reichlich 200 Jahre war die Renaissancedecke hinter einer Holzdielung und einer Unterdecke aus Schilfrohr versteckt.

In den Neubau des Finanzamtes Pirna auf dem Areal an der Ecke B172/Clara-Zetkin-Straße wird nicht nur das Liebenausche Vorwerk, sondern auch das ehemalige Waisenhaus sowie der verfallene Gasthof "Zum Blauen Hecht" integriert. Parallel zu den Arbeiten an den historischen Gebäuden geht die Planung der Neubauten weiter voran. "Innerhalb der nächsten Wochen werden die Tiefbauarbeiten für das neue Finanzamt beginnen", berichtete Krieger. Bis Sommer 2016 soll das Behördengebäude fertig sein. Dann ziehen dort nicht nur die Finanzbeamten aus Pirna, sondern auch die aus Freital ein. Im Zuge der Behördenreform des Landes erhält der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ein Großfinanzamt. Und das steht in der Elbestadt. Der Freistaat Sachsen investiert in das Bauvorhaben rund 23,5 Millionen Euro.

Das Vorwerk ist nach Johann Siegmund von Liebenau benannt. Der einstige Festungskommandant hatte den Vorstadthof um 1640 erworben und daran bis um 1660 gebaut.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 27.06.2014

SK

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