Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -2 ° wolkig

Navigation:
Google+
Lebensgefahr in Fürstenhain - Radebeul lässt Deich auf Auenweg bauen

Lebensgefahr in Fürstenhain - Radebeul lässt Deich auf Auenweg bauen

7,20 Meter - so lautet der für Radebeul "kritische Pegel", wie Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) sagt. Wird diese Höhe bei Dresden gemessen, fließt die Elbe in Fürstenhain über den Deich und beginnt, die dahinter liegenden Gärten zu überfluten.

Voriger Artikel
Elbtal droht Flut wie 2002 - Einwohner bereiten sich auf Evakuierung vor
Nächster Artikel
Brockwitzer schleppen Sandsäcke - 1000 Jahre alte Gemeinde bereitet sich auf Elbeflut vor

Die Bootshalle an der Festwiese in Kötzschenbroda steht seit gestern im Elbewasser.

Quelle: Martin Förster

"Wir erreichen diesen Punkt in der Nacht", war Wendsche gestern sicher. Bis 19 Uhr hatten die Betroffenen gestern Zeit, so viel ihrer Habe zu retten wie nur möglich, dann wurde das Gelände planmäßig der Elbe preisgegeben. Wendsche spricht vorn einer "lebensgefährlichen Situation".

Nicht so die neben den Gärten gelegenen Häuser. Für sie wird seit gestern Abend auf dem Auenweg ein Damm aufgeschüttet, der wenigstens heute überdauern soll. "8,55 Meter sollten wir dort halten können", meint Wendsche. Laut aktueller Prognose wird dieser Pegel morgen Mittag erreicht. Steigt die Elbe wie derzeit erwartet noch weiter, werden die Häuser in Fürstenhain wohl doch noch evakuiert werden müssen, würde nur etwas Zeit gewonnen. "Wir machen das, was wir können", sagt Wendsche. Vier besonders elbnahe Häuser in Serkowitz mussten gestern schon evakuiert werden, außerdem ist die Elbehalle an der Festwiese in Kötzschenbroda seit gestern Morgen überflutet.

Derzeit ist die Kötzschenbrodaer Straße wegen laufender Arbeiten am Deich gesperrt. Ab einem Pegel von 7,40 Metern in Dresden wird auch sie im Bereich Seegraben überspült. Weitere akute Problemstellen dürften sich heute nicht auftun, so Wendsche. Entgegen anderslautender Gerüchte werde derzeit nicht über die Abschaltung von Teilen des Stromnetzes nachgedacht.

Das Lößnitzgymnasium wird heute und morgen als einzige Schule nicht öffnen. Heute will der gestern gebildete Krisenstab beraten, inwieweit der Schulunterricht an den übrigen Schulen aufrecht erhalten werden kann. In der Turnhalle stehen 50 Betten für Hochwasseropfer bereit, informiert Sozialamtsleiter Elmar Günther. Außerdem sind an den Schulen abwechselnd Schülergruppen in Bereitschaft, die als schnelle Eingreiftruppe dienen sollen. Den Anfang machte gestern die Mittelschule Mitte, um 2 Uhr übernahm die Mittelschule Kötzschenbroda.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 04.06.2013

Uwe Hofmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News
Anzeige

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

Die Friedensburg gehört als fester Bestandteil zu Radebeul. Soll sie zukünftig wieder als Gaststätte genutzt werden? Und falls ja, wie genau? Sagen Sie uns Ihre Meinung und stimmen Sie ab! mehr