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Landwirtschaftsminister Schmidt lädt Sachsens Winzer zum Gespräch

Treffen am Donnerstag soll Wege aus der Krise weisen Landwirtschaftsminister Schmidt lädt Sachsens Winzer zum Gespräch

Sachsens Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt (CDU) hat für Donnerstag Winzer und Vertreter von Weingütern zu einer Beratung eingeladen. Ministeriumssprecher Frank Meyer sagte, es gehe um die Überwindung des Weinskandals. Dazu sollten mögliche Ideen erörtert werden, wie die Krise gemeinsam überwunden werden kann.

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Sachsens Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt (CDU)

Quelle: dpa

Meißen/Dresden.  Sachsens Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt (CDU) hat für Donnerstag Winzer und Vertreter von Weingütern zu einer Beratung eingeladen. Ministeriumssprecher Frank Meyer sagte, es gehe um die Überwindung des Weinskandals. Dazu sollten mögliche Ideen erörtert werden, wie die Krise gemeinsam überwunden werden kann. An dem Treffen nehmen demnach auch Kommunalpolitiker und Vertreter des Weinbauverbandes teil. Es sei das erste Treffen in einer solchen größeren Runde. Im Vorfeld gebe es noch keine spruchreifen Lösungen.

Diskutiert wurde wiederholt eine Imagekampagne, deren Finanzierung nach Angaben des Weinbauverbandes bisher nicht zu stemmen war. „Wichtig aus Sicht des Verbandes sind natürlich die verstärkte weinbaufachlichen Beratung der Winzer und der Wunsch nach einer umfassenden Aufklärung der Verbraucher“, sagte Vorstand Christoph Reiner den DNN. Zu möglichen Strategien wolle er sich im Vorfeld des Ministertreffens aber nicht äußern. Durch das neue zentrale Prüfsystem für sächsischen Wein, das noch vor der Erteilung einer amtlichen Prüfnummer eine lückenlose Kontrolle von Qualitätsweinen ermöglicht, habe Sachsen nunmehr eines der engmaschigsten Kontrollkonzepte der gesamten Weinbranche. „Dennoch können nur Offenheit und der Mut zu mehr Transparenz zu einem ‚konstruktiven und vor allem nachhaltigen Abschluss’ beitragen“, sagte Reiner mit Blick auf den Weinskandal, der nun schon seit Jahresbeginn schwelt.

Der bereits in die Tat umgesetzte Ansatz des Sozial- und Landwirtschaftsministeriums einer verschärften Prüfordnung sei bis dahin aus Sicht des Verbandes der richtige Weg. „Wir alle, aber vor allem die direkt Betroffenen, sollten allerdings offen mit der Thematik umgehen und versuchen, die Krise als persönliche Chance und als Chance für unseren sächsischen Wein zu verstehen“, so Reiner. Bisher sind noch immer vier betroffene Kellereien nicht bekannt - zum Ärger von Verbrauchern und sauber arbeitenden Winzern. Doch nicht die gesamte Branche plädiert für Transparenz: Noch wenige Wochen nach Bekanntwerden des Weinskandals hatte ein heutiges Vorstandsmitglied des Weinbauverbandes am Rande des Weinbautags im Gespräch mit den DNN seinen Unmut über die öffentliche Aufarbeitung zum Ausdruck gebracht und damals erklärt, der Einsatz unerlaubter Pflanzenschutzmittel sei allein eine interne Sache der Winzer und gehe die Öffentlichkeit nichts an.

Von Lars Müller

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