Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 2 ° Regen

Navigation:
Google+
Landkreis will Mittel aus Zukunftsfond in Schulen stecken

Investitionspaket Landkreis will Mittel aus Zukunftsfond in Schulen stecken

Bund und Land stellen dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge über 30,8 Millionen Euro für Investitionen zur Verfügung. Der größten Patzen davon kommt den Kommunen zugute. Der Kreis darf selbst über 10,8 Millionen Euro verfügen. Dieses Geld soll vor allem in Schulhausbauprojekte in Freital und Wilsdruff fließen.

Pirna. Ein Investitionspaket von Bund und Land spült rund 30,8 Millionen Euro in den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Die Mittel stammen aus dem mit „Brücken in die Zukunft“ überschriebenen Programm. Konkret erhält der Kreis aus dem Bundesbudget über 7,8 Millionen Euro, der Freistaat schießt fast 23 Millionen Euro zu. Über das Geld kann der Kreistag nicht komplett selbst verfügen. „65 Prozent davon erhalten die kreisangehörigen Kommunen“, informierte Landrat Michael Geisler (CDU). Das sind rund 20 Millionen Euro. Sie werden nach der Einwohnerzahl auf die Kommunen verteilt. So erhält beispielsweise die Stadt Pirna rund 2,3 Millionen Euro aus diesem Topf, wie OB Klaus-Peter Hanke (parteilos) auf der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses mitteilte.

Beim Landkreis verbleiben 35 Prozent bzw. 10,8 Millionen Euro. Davon sollen rund eine Million Euro in den geplanten Neubau des Gymnasiums in Wilsdruff fließen. „Es ist ein starkes Signal, dass dem Landkreis Schulen und Bildung wichtig sind“, sagte Ralf Rother, als der Kreistag seinen Investitionsplan verabschiedete. Der CDU-Politiker ist nicht nur Kreisrat, sondern auch Wilsdruffer Stadtoberhaupt. „Und als Bürgermeister sage ich Danke“, führte Rother weiter aus.

Wann mit dem Schulbau für drei Klassen pro Jahrgangsstufe allerdings begonnen werden kann, ist noch offen. Zwar liegt seit Ende Dezember eine Genehmigung des Kultusministerium für das Gymnasiumsprojekt vor. Jedoch hat der Landkreis Meißen eine Klage gegen diesen Bescheid beim Verwaltungsgericht Dresden eingereicht. Im Nachbarkreis fürchtet man um die Zukunft des Gymnasiumstandorts in Nossen, wenn so nah an der Kreisgrenze in Wilsdruff eine komplett neue Penne errichtet wird. Im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge wird dagegen das neue Schulhaus dringend benötigt, weil das Weißeritzgymnasium in Freital wegen hoher Schülerzahlen aus allen Nähten zu platzen droht.

Das Wilsdruffer Gymnasium ist aber nicht das einzige Schulhausbauprojekt im Investitionspaket des Landkreises. So sind Gelder für den Ersatzneubau der Schule für Lernförderung in Freital bestimmt. Die Mädchen und Jungen dort mussten in einen Containerbau als Interimslösung umziehen, weil der DDR-Plattenbau marode und baufällig ist. Auch am Berufschulzentrum in Freital sowie am Weißeritzgymnasium sollen mit Hilfe des Investitionspakets Sanierungsarbeiten finanziert werden. Des Weiteren konnte der Kreis mit den Bund- und Landesmitteln die Finanzierungslücke beim Leistungssportzentrum in Altenberg stopfen (DNN berichteten). Zudem möchte der Landkreis Gelder für Investitionen in seine Verwaltungsgebäude verwenden.

Die Städte und Kommunen haben noch bis 13. Mai Zeit, ihre Vorschläge über die Verwendung der für sie bestimmten Mittel dem Landratsamt in Pirna vorzulegen. Diese stellt die Kreisverwaltung dann bis zum 17. Juni zu einem Gesamtmaßnahmenpaket zusammen. Der Investitionsplan benötigt danach das Einverständnis des Kreisverbandes des Sächsischen Städte- und Gemeindetages und die Genehmigung durch das Land. Wenn dann von allen das Okay vorliegt, müssen die vom Bund zur Verfügung gestellten Mittel bis Ende 2018 verbaut werden. Investition über das Budget des Landes können Kreis, Städte und Gemeinden bis Ende 2020 tätigen.

Von Silvio Kuhnert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

21.11.2017 - 17:46 Uhr

Bis der Platz tatsächlich steht, werden aber noch einige Jahre ins Land gehen. Radebeuls Bürgermeister rechnet in etwa fünf Jahren mit dem Baubeginn.

mehr